Belgische Schweinefleischbranche punktet bei südkoreanischer Veterinärinspektion

Mit einem jährlichen pro-Kopf-Verbrauch von 30 kg ist Schweinefleisch traditionell in der koreanischen Esskultur verankert. Weil die heimische Produktion nicht ausreicht um den Bedarf zu decken, wird im Ausland zugekauft.

2009 exportierte Belgien 13.683 Tonnen Schweinefleisch nach Südkorea und sicherte sich damit, gemeinsam mit den Vereinigten Staaten, Kanada, Chile, Frankreich und Dänemark, einen wichtigen Platz auf der Lieferantenliste. Belgien liefert, nach Frankreich, das meiste europäische Schweinefleisch nach Südkorea.

Zwei Prozent der belgischen Schweinefleischausfuhren landen in der ostasiatischen Republik. Wichtigstes Produkt sind die Schweinebäuche, die mit Vorliebe von den Südkoreanern gegessen werden. Bauchfleisch ist – im Gegensatz zu unseren Gefilden – dort teurer als beispielsweise Schweinerücken.


Südkorea stellt hohe Anforderungen an seine Lieferanten

Der Fleischexport nach Südkorea ist mit einem enormen Verwaltungsaufwand verbunden. Das bilaterale Abkommen zwischen Südkorea und Belgien besteht bereits seit mehr als zehn Jahren. In diesem Abkommen legen die Südkoreaner die genauen Auflagen fest. Lieferungen nach Südkorea sind nur den Schlachthöfen und Zerlegebetrieben vorbehalten, die bestimmte Kriterien erfüllen. Unter anderem muss das Fleisch von in Belgien geborenen und gehaltenen Tieren stammen. Die funktionstüchtigen Rückverfolgbarkeitssysteme innerhalb der Kette tragen dazu bei, dass Belgien problemlos den Anforderungen gerecht wird.


Inspektoren stellen gutes Zeugnis aus

Die Listen der anerkannten Betriebe werden durch die FAVV aufgestellt und mit Südkorea abgestimmt. NVRQS, das südkoreanische FAVV-Pendant, analysiert jedes Firmenprofil; bevor eine Akkreditierung erfolgen kann, muss aber noch eine Betriebsinspektion durchgeführt werden. Die 41 belgischen Betriebe haben allesamt gute Noten eingefahren.

"Die belgischen Fleischlieferanten sowie das Belgian Meat Office haben ihre Hausaufgaben gut gemacht und mit fundierten Markt- und Betriebsinformationen einen wichtigen Baustein für den erfolgreichen Verlauf der Inspektion geliefert", so lautet der Tenor von Geschäftsführer René Maillard aus Brüssel zum Abschluss des Besuches.

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