BfN weist auf die Risiken “Gruener Gentechnik” hin

Mit den im Jahr 2008 weltweit dramatisch angestiegenen Nahrungsmittelpreisen hat die Diskussion um angemessene und nachhaltige Wege der landwirtschaftlichen Produktion eine neue Dynamik erhalten. Zunehmende Wetterextreme schaffen immer schwierigere Bedingungen, unter denen Ertraege erwirtschaftet werden muessen. Gleichzeitig steht die Landwirtschaft vor neuen Anspruechen, wie etwa der Anforderung einen deutlichen Beitrag zur Energieerzeugung und damit zur Reduktion klimawirksamer Gase zu leisten. Um diese Ziele zu erreichen wird von interessierter Seite auch der Einsatz von transgenen Pflanzen, als ein wesentlicher Beitrag zur Ertragssteigerung und damit Sicherung der Welternaehrung, gefordert.
Unter der Frage: “Kann die Agro-Gentechnik zur naturvertraeglichen und nachhaltigen Sicherung der Welternaehrung beitragen?” legt das Positionspapier dar, in wieweit transgene Pflanzen hierbei einen Beitrag leisten koennen und welche Risiken aus Naturschutzsicht damit verbunden sind. Weiterhin werden alternative Loesungsansaetze zur naturvertraeglichen und nachhaltigen Ertragssteigerung und -sicherung kurz umrissen.
“Der Anbau transgener Pflanzen ist hoch umstritten und ein nachhaltiger Nutzen bisher nicht nachgewiesen. Aus oekologischer und naturschutzfachlicher Sicht ist groesste Zurueckhaltung geboten. Alternative naturvertraegliche Loesungsansaetze stehen vielfach bereits zur Verfuegung und deren weitere Unterstuetzung in Forschung, Ausbildung und Politik muss gefoerdert werden.”, so die Praesidentin des BfN, Prof. Dr. Beate Jessel.
Das BfN unterstuetzt die Suche nach sozial und oekologisch angepassten Loesungen und die Foerderung des Einsatzes schon heute verfuegbarer Methoden einer naturvertraeglichen und nachhaltigen Ertragssicherung und -steigerung. Hierzu zaehlen z.B. markergestuetzte Zuechtungsverfahren (“smart breeding”). “Denn der Ertrag einer Sorte wird von vielen Genen gesteuert, er haengt von einem Komplex standoertlicher Bedingungen wie Boden und Klima ab und laesst sich nicht mit der Uebertragung einiger Gensequenzen erzielen. Andere Zuechtungsansaetze versprechen hier nicht nur risikoaermere, sondern auch preisguenstigere Loesungen”, so die BfN-Praesidentin.

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