Die beiden Veranstalter, der Labor- und Beratungsdienstleister atres und die Netzwerkplattform Cluster Ernährung, empfingen rund 20 Teilnehmer aus der Fleisch verarbeitenden Industrie sowie aus Zulieferunternehmen. Der Workshop wurde im Rahmen des seitens der EU geförderten Projektes „FABBiogas“ abgehalten.
FABBiogas dokumentiert die Reststoffströme verschiedener Branchen der Lebensmittel- und Getränkeindustrie in sechs europäischen Ländern. An ausgewählten Produktionsstandorten sollen die Potenziale für die Implementierung von anaeroben Systemen zur Biogaserzeugung geprüft werden.
Der Workshop bot den Teilnehmern die Möglichkeit, in kompakter Weise zunächst die Grundlagen der Biogaserzeugung kennen zu lernen. Dass die zur Verfügung stehenden Substrate, d. h. organische Produktionsreststoffe und Abwässer, verfahrenstechnische und prozessbiologische Risiken mit sich bringen, berichtete Dr.-Ing. Gerhard Langhans (Strabag).
Auf die anfängliche, überschaubare Kalkulation des Biogaspotenzials anhand von Tabellen und einfachen Formeln habe eine intensive und komplexe Auseinandersetzung mit den standortspezifischen Details zu folgen. Die hierbei zu beachtenden Punkte wurden in reger Diskussionsrunde besprochen. „Jeder Standort ist einzeln zu betrachten“, wurde Gunther Pesta von atres nicht müde zu betonen.
Fazit der Veranstaltung: Organische Reststoffe und Abwässer aus den Verarbeitungsprozessen der Fleischindustrie stellen wertvolle Ausgangsmaterialien für die Biogasproduktion dar. Die Nutzung des gewonnenen Biogases stellt eine wirtschaftlich interessante und ökologisch sinnvolle Möglichkeit zur Energiebereitstellung dar. Der Weg zu einer Biogasanlage mag steinig sein, aber er ist machbar, mit einer schrittweisen Vorgehensweise und einer fachlich kompetenten Unterstützung.