DEHOGA: Mehrwertsteuererhöhung Gift für die Konjunktur

Die Hauptleistungsträger der Tourismuswirtschaft –
Hotellerie und Gastronomie – wären doppelt hart betroffen: "Eine Mehrwertsteuererhöhung würde die bereits heute bestehenden Wettbewerbsverzerrungen innerhalb Europas weiter verschärfen", macht Fischer deutlich.

In 21 von 25 Mitgliedsländern gilt der reduzierte Mehrwertsteuersatz für die Hotellerie, die Hälfte der EU-Mitgliedstaaten wendet ihn auch für die Gastronomie an. Mit Ausnahme von Dänemark beträgt der Mehrwertsteuersatz für Beherbergungsleistungen in allen Anrainerstaaten Deutschlands nur drei bis zehn Prozent (z.B. Luxemburg 3 Prozent, Frankreich 5,5 Prozent, Niederlanden 6 Prozent, Österreich 10 Prozent).

Die Folge für Deutschlands Gastgeber: Der Standortnachteil vergrößert sich, wenn die Mitbewerber jenseits der Grenzen deutlich geringer steuerlich belastet sind und die gleiche Dienstleistung zu günstigeren Preisen anbieten können. "Deutschland muss endlich die Chancen niedriger Steuersätze nutzen", appelliert der DEHOGA-Präsident an die Politik. "Ein reduzierter Mehrwertsteuersatz schafft nicht nur Spielräume an der Preisfront, sondern sorgt für mehr Nachfrage, mehr Beschäftigung, mehr Wachstum". Das, so Fischer, wäre ein "wirklich effektives Konjunkturprogramm und eine gewinnbringende Investition in den Tourismusstandort Deutschland. Hotellerie und Gastronomie schaffen Arbeits- und Ausbildungsplätze hier vor Ort."

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