Mit 35.021 Tonnen hat die deutsche Teewirtschaft knapp 5.000 weniger als im Vorjahreszeitraum importiert, der Export stieg um 21,58 Prozent auf 17.008 Tonnen. “Die Differenz zwischen Inlandsverfügbarkeit und Eigenverbrauch erklärt sich aus Lagerbeständen, die der Tee-Wirtschaft in 2000 zur Verfügung standen”, erklärt der Vorsitzende des Deutschen Teeverbandes, Jochen Spethmann.
Der größte Anteil der Eigenverbrauchmenge wurde nach Erhebungen des Verbandes mit rund 60 Prozent über den Lebensmitteleinzelhandel distribuiert, gefolgt vom Teefachhandel mit etwa 13 Prozent. Auf Platz drei liegt der Bereich Gastronomie und Großverbraucher (knapp fünf Prozent). Den vierten Platz belegt der Direktversand mit knapp 4,6 Prozent. Innerhalb dieser Struktur gab es im Vergleich zu den Vorjahren keine wesentlichen Veränderungen. Der klassische Schwarztee konnte seinen Marktanteil im Berichtsjahr erstmals wieder ausbauen, nachdem dieser sich in den vergangenen Jahren zugunsten von Grüntee reduziert hatte. 83 Prozent der Gesamtmenge belaufen sich auf schwarzen Tee. Pu-Erh-Tee ist nach kurzzeitigem Boom in 1999 heute kaum noch von Bedeutung.
“In keinem anderen Land der Welt ist das Qualitätsbewusstsein der Teetrinker so ausgeprägt wie in Deutschland”, betont Spethmann. “Mit der Lieferung hochwertiger Spitzentees tragen Teehandel und Teefirmen diesem besonders hohen Anspruch Rechnung.” Wie die Zahlen des internationalen Teemarktes zeigen, gewinnt Tee weiterhin an Bedeutung.
Im Internet: www.teeverband.de