Hamburg (ots). Der Gesamtumsatz der deutschen Teewirtschaft belief sich 1999 auf rund 800 Millionen Mark. Davon entfielen rund 450 Millionen Mark auf den Lebensmitteleinzelhandel. Im vergangenen Jahr hat jeder zweite Haushalt Tee konsumiert, der Pro-Kopf-Verbrauch stabilisierte sich mit 250 g auf das Niveau von 1998.
Damit rangieren die Deutschen im internationalen Vergleich im Mittelfeld. Mit Ausnahme von Ostfriesland, das mit einem Konsum von 2,6 kg pro Kopf und Jahr eine Sonderrolle einnimmt. Die Ostriesen trinken damit über zehn mal mehr Tee als der Durchschnitt der Bundesbürger. Weltweit gehören sie neben Irland, Kuwait und England zur Spitzengruppe im Tee-Konsum.
Für dynamische Impulse im Markt sorgte wie bereits in den beiden vorangegangenen Jahren der Grüne Tee, auf den inzwischen rund 18 Prozent des Gesamtverbrauchs entfallen. Das Verhältnis von losem Tee zu Beutelware lag mengenmäßig bei rund 70 zu 30 Prozent. Hier führt Earl Grey mit ca. 45 Prozent Marktanteil, gefolgt von Vanille mit rund 12 Prozent. Einen ebenfalls bedeutenden Anteil erreichen Weihnachtstees sowie die Geschmacksrichtungen Orange und Karamell.
Das mengenmäßig wichtigste Lieferland für den deutschen Markt war 1999 China, das die Einfuhrmenge gegenüber 1998 um rund 1.731,5 t erhöhte und mit 9.383,5 t zum ersten Mal Indien (8.358,1 t) an der Spitzenposition ablöste. Auf dem dritten Platz folgt Sri Lanka mit 6.026,3 t. Insgesamt importierte die deutsche Teewirtschaft 1999 rund 40.000 t. Der Export belief sich auf rund 14.000 t. Abzüglich von Lagerbeständen ergab sich für 1999 damit ein Eigenverbrauch von etwa 20.800 t. Der größte Anteil an dieser Menge (12.700 t) wurde über den Lebensmitteleinzelhandel vertrieben. Auf Platz zwei liegt der Tee-Fachhandel mit 2.800 t, gefolgt vom Sektor Gastronomie/Großverbraucher und vom Direktversand mit jeweils 900 t.
