Fleischer DFV Zukunftskommission Lebensmittelproduktion

DFV: Gutes darf nicht noch teurer werden

Vorschläge der Zukunftskommission Landwirtschaft zur Lebensmittelproduktion willkommen

Der Deutsche Fleischer-Verband (DFV) begrüßt die Vorschläge der Zukunftskommission Landwirtschaft zu mehr Nachhaltigkeit bei der Lebensmittelproduktion. Die im Abschlussbericht der Kommission (hier zum Download) vorgenommene Einordnung der Umgestaltung landwirtschaftlicher Prozesse als gesamtgesellschaftliche Aufgabe werde der großen Herausforderung der nächsten Jahre gerecht, schreit der DFV in einer Pressemitteilung.

Das Fleischerhandwerk befürworte insbesondere die Forderung der Kommission nach mehr Wertschätzung für Lebensmittel. Seit vielen Jahren weise der DFV darauf hin, dass die fortlaufende Erhöhung der Produktionsmengen unter größtem Kostendruck der Verantwortung gegenüber Mensch und Tier nicht gerecht wird.

Regionale Strukturen als Grundpfeiler einer nachhaltigen Lebensmittelversorgung

Zu unterstreichen seien auch „die klaren Aussagen der Kommission zur Bedeutung regionaler Wirtschaftskreisläufe und zum Ziel einer dezentralen Tierhaltung“. Eine nachhaltige und umweltgerechte Lebensmittelproduktion sei in großstrukturierten, industrialisierten Einheiten kaum realisierbar. „Die Erzeugung und Vermarktung in unmittelbaren Beziehungen, die Erzeugung, Verarbeitung, Verkauf und Konsum einbeziehen, müssen wesentlicher Grundpfeiler einer nachhaltigen Lebensmittelversorgung sein“, heißt es in der DFV-Mitteilung weiter.

Deshalb sei es von besonderer Wichtigkeit, dass alle konkreten Maßnahmen, die jetzt aus dem Bericht abgeleitet werden, dieses Erfordernis berücksichtigen. Anforderungen, die durch ihre Ausgestaltung allein von großen Unternehmen der Land- und Ernährungswirtschaft umgesetzt werden können, würden der Zentralisierung Vorschub leisten und die noch bestehenden regionalen Strukturen zerstören.

DFV plädiert für ein System der Qualitätsorientierung

Die Neuausrichtung dürfe aber „nicht dazu führen, dass Gutes noch teurer wird“. Das Belohnungssystem für industrielle Erzeugung durch niedrigere Gebühren und weniger Steuerbelastung müsse umgekehrt werden. Das aktuelle Primat der Kostenführerschaft müsse durch ein System der Qualitätsorientierung abgelöst werden. Den Vorschlägen der Kommission bescheinigt der DFV, „hierzu einen wichtigen Beitrag geleistet“ zu haben.

Der Kommission der Bundesregierung unter Vorsitz von Prof. Dr. Peter Strohschneider gehören 31 Mitglieder aus den Bereichen Landwirtschaft, Umwelt- und Tierschutz, Wirtschaft und Verbraucher sowie aus der Wissenschaft an. Sie hat das Mandat, Empfehlungen und Vorschläge zu erarbeiten, um eine nachhaltige, das heißt ökologisch und ökonomisch tragfähige sowie sozial verträgliche Landwirtschaft in Deutschland zu ermöglichen.

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