Fleischerhandwerk mit dem Jahr 2009 zufrieden

Das Vertrauen der Verbraucher in die Qualität ihres Angebotes stimme die Fleischer jedoch weiter optimistisch, sagte Landesinnungsmeister Bernd Schwarze während des Verbandstages des niedersächsisch-bremischen Fleischerhandwerks am Montag (14. Juni) in Stade, an dem rund 90 Innungsdelegierte teilnahmen. Sie vertraten 39 Innungen mit rund 1.100 Fleischer-Fachgeschäften.

„Zwar hat auch die Industrie den Wunsch der Verbraucher nach regionalen Spezialitäten erkannt", stellte Schwarze fest, „jedoch können nur unsere Betriebe dabei auch gewährleisten, dass die von ihnen verwendeten Rohstoffe aus der Region kommen". Die Industrie hingegen könne ihren gigantischen Rohstoffbedarf überhaupt nicht aus regionalen Erzeugnissen oder von regionalen Erzeugern decken. Um dies den Verbrauchern unmissverständlicher und deutlicher als bisher klar zu machen, werde jedes Fachgeschäft seine Marketingaktivitäten verstärken müssen. Das deutsche Fleischerhandwerk beschäftigte bundesweit konstant rund 151.000 Mitarbeiter und biete damit seinen Auszubildenden sichere Arbeitsplätze.

Zu stärkeren Marketingaktivitäten riet auch der Trend- und Zukunftsforscher Thomas Huber aus München, der die Zukunft des Handwerks vor dem Hintergrund von Konsumverhalten, Vermarktung und Krise deutete und seinen Zuhörern ankündigte, was sie morgen erwarte. Huber empfahl, flexible Konzepte für neue Zielgruppen zu entwickeln. Dazu gehörten zum Beispiel die Senioren, deren Ansprüche nach dem Motto „Prima leben statt sparen" es zu erkennen und zufrieden zu stellen gelte. Dazu gehörten auch Konzepte für Marktnischen wie den Gesundheits- und Pflegebereich etwa mit Bringdiensten und altersspezifischen Angeboten.

Je anpassungsfähiger und kreativer sich das Fleischerhandwerk auf verzehrsspezifische Verhaltensweisen und auch auf die demoskopischen Veränderungen in der Bevölkerung einstelle, desto beständiger seien seine Erfolgsaussichten für die Zukunft.

In Niedersachsen gibt es gegenwärtig 1.249, in Bremen 51 Fleischerfachbetriebe mit 766 bzw. 35 handwerklich betriebenen Filialen. Der Fleischverzehr in Deutschland betrug 2009 je Kopf der Bevölkerung 39,0 Kilogramm bei Schweinefleisch, 11 kg bei Geflügelfleisch, 8,5 kg bei Rind- und Kalbfleisch und blieb damit gegenüber dem Jahr 2008 nahezu unverändert.

Meist gelesene Artikel

News
Müller Gruppe setzt auf Kontinuität
News
Freisprechung in München
News
FH Fleischer-Handwerk 5/2026 ist da!
News
Tag der Regionen 2026
News
Gesundheitsreform 2026

Das könnte Sie auch interessieren:

Giulia Gwinn: Ehrenamtlich an der Netto-Kasse

Als Markenbotschafterin von Netto Marken-Discount engagierte sich DFB-Kapitänin Giulia Gwinn ehrenamtlich an einer Kasse in München und stärkte die Aufmerksamkeit...

Müller Gruppe setzt auf Kontinuität

Die Müller Gruppe setzt Verlässlichkeit in der Zusammenarbeit mit ihren Vertragslandwirten. Die neuen Liefer- und Abnahmeverträge, die zum Jahreswechsel 2026/2027...

EHI-Studie: Handelsgastronomie

Die Handelsgastronomie in Deutschland setzt ihren Wachstumskurs fort und hat 2025 ein neues Rekordniveau erreicht. Zahlen des EHI Retail Institute...

Gesundheitsreform 2026

Warum die private Krankenversicherung an Bedeutung gewinnt: Die Gesundheitsreform 2026 macht deutlich: Die Finanzierung der gesetzlichen Krankenversicherung steht vor großen...

FH Fleischer-Handwerk 5/2026 ist da!

Die Ausgabe 5/2026 von FH Fleischer-Handwerk ist erschienen und hält wieder eine ganze Reihe spannender Inhalte und authentischer Reportagen bereit.......

Digitale Plattform in Brandenburg

Auf der neuen Vernetzungsplattform www.digioekoregio.com können sich brandenburgische Rindermast- und Fleischverarbeitungsbetriebe präsentieren und passende Partner finden. Damit will das BÖL-Projekt...