Dortmund, Mainz. Es gibt einen steigenden Bedarf an internationalen Forschungs- und Risikomanagement-Ansätzen, um global eine Versorgung mit sicheren Nahrungsmitteln zu gewährleisten. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) unterhält enge Arbeitskontakte mit Lebensmittelbehörden und Organisationen in verschiedenen Teilen der Welt. Risikoabschätzung, rechtliche Aspekte und Expositionsbewertung – das sind die Hauptthemen der 10. Internationalen Fresenius-Konferenz “Food Safety and Dietary Risk Assessment” vom 28. bis 29. Februar 2012 in Mainz.
Die Konferenz beschäftigt sich vorrangig mit der Risikobewertung von Pflanzenschutzmittelrückständen in Lebensmitteln und vorgeschriebenen Testverfahren. Die Experten diskutieren die Risikowahrnehmung von Konsumenten und die Konsequenzen für Industrie und Politik genauso wie Wege zur Verbesserung der Risikokommunikation. Ebenso auf der Tagesordnung: der Fortschritt bei der Überprüfung vorhandener Werte für Rückstandshöchstmengen (Maximum Residue Levels, MRL) gemäß Artikel 12 der Verordnung (EG) Nr. 396/2005. Die Referenten geben ein Update zu den Modellen kurzzeitiger Aufnahme, wie sie bei der internationalen wissenschaftlichen Expertengruppe “Joint FAO/WHO Meeting on Pesticide Residues (JMPR)” verwendet werden. Nutzen und Grenzen der Informationsverarbeitung bei der Risikobewertung werden ebenfalls diskutiert.
Referenten
– Monika Bross, BASF
– Kathrin Gottlob, Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR)
– Caroline Harris, Exponent
– Karsten Hohgardt, Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL)
– Ragnar Löfstedt, King’s Center for Risk Management
– Hermine Reich, Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA)
– Anke Richter, Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR)
– Xavier Sarda, Französische Behörde für Lebensmittel-, Umwelt- und
Arbeitssicherheit (ANSES)
– Christian Schlechtriem, Fraunhofer IME
– Dieter Schrenk, Universität Kaiserslautern
– Trijntje van der Velde-Koerts, Niederländisches Institut für Gesundheit und
Umwelt (RIVM)
– und viele mehr
Die Konferenzsprache ist Englisch.