Bochum. Laborversuche ergaben im Zuge der Zulassung, dass durch den Einsatz von R407F verglichen mit R404A eine Steigerung der Energieeffizienz von Anlagen möglich ist. Versuche mit R407F in der Tiefkühlung zeigten zwar eine geringere Kälteleistung im Vergleich zu R404A von rund 15 %, jedoch reduzierte sich gleichzeitig die Stromaufnahme dieser Anlagen um rund 22 %. Allein bezogen auf den Verdichter ergaben sich an den relevanten Betriebspunkten so Steigerungen im COP (Coefficient of Performance) von 5-10 % in der Tiefkühlung sowie 7-12% in der Normalkühlung.
Das neue Hydrofluorcarbonat (HFC) R407F ist in vielerlei Hinsicht mit R22 vergleichbar, erfordert bei Umrüstungen aber weniger Anlagenanpassungen als andere R22-Alternativen und weist im Vergleich mit anderen HFCs eine höhere Energieeffizienz bei geringerem GWP auf, wie die Versuche des Unternehmens belegen. Ein Manko von R407F – und so eine der Parallelen zu R22 – sind die hohen Verdichtungsendtemperaturen, die den Einsatz klassischer sauggasgekühlter Halbhermetik-Verdichter in der Tiefkühlung erschweren und normalerweise den Einsatz von Kopflüftern sowie einer Flüssigkeitseinspritzung erfordern. Eine einfachere und dadurch kostengünstigere und effizientere Lösung bieten luftgekühlte GEA Bock HA-Verdichter. Diese können auf Grund ihrer Konstruktion mit integrierter externer Luftkühlung mühelos mit R407F in der Tiefkühlung betrieben werden und das ohne weitere Investitionen für Kopflüfter oder aufwändige Flüssigkeitseinspritzung. www.gea.com
mth/ Redaktion fleischnet.de
Foto: GEA Refrigeration Technologies GmbH