Grenzüberschreitende Tierseuchen-Übung

NRW-Landwirtschaftsminister Uhlenberg überzeugte sich am Schlusstag der Simulation am Veranstaltungsort in der Bezirksregierung Düsseldorf persönlich von der Bedeutung der erfolgreichen Übung des Landeskontrollzentrums zur Tierseuchenbekämpfung (LaTiKo) für ein effektives Krisenmanagement in NRW.
Drei Tage gingen Vertreterinnen und Vertreter des NRW-Landwirtschaftsministeriums und der Bezirksregierungen Arnsberg, Detmold, Düsseldorf, Köln und Münster einem fiktiven Maul- und Klauenseuchenfall nach, der ausgehend von den Niederlanden in verschiedenen Haltungen in NRW Einzug hielt. Dabei wurden sie u.a. von Fachleuten aus den Niederlanden und Niedersachsen beobachtet, die sich auf diese Weise ein Bild von der nordrhein-westfälischen Arbeitsweise machen konnten.
Im Verlauf der Übung wurden sämtliche erforderlichen Abläufe für den Ernstfall simuliert. Die verschiedenen Arbeitsgruppen des LaTiKo ermittelten ihrer Aufgabenstellung gemäß in Abstimmung mit dem Krisenstab die Lage, koordinierten einen Anschlusssperrbezirk im Kreis Borken sowie zwei weitere Sperrbezirke in den Kreisen Wesel und Düren und leiteten Maßnahmen zur Probennahme, zu Untersuchungen, zu Impfungen sowie zur Bekämpfung ein. Diese grenzüberschreitende Übung geht auf einen Kooperationsvertrag zurück zwischen den Niederlanden, Niedersachsen und NRW, der am 8. Februar 2005 im niederländischen Veelen geschlossen wurde. Die Entscheidung für Impfungen wurde maßgeblich durch eine Computersimulation der Kosten, mit oder ohne Impfung, unterstützt. Erhoben wurden dabei die Daten von insgesamt rund 550 Betrieben, in denen Rinder, Schweine oder Schafe gehalten werden.
Die Maul- und Klauenseuche ist eine hochansteckende Tierseuche. Der letzte große Ausbruch innerhalb der EU hatte im Jahr 2001 in den Niederlanden und Großbritannien stattgefunden. Allein in Großbritannien sind Schäden in Höhe von 15 Mrd. EUR entstanden.

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