Gut gekleidet in der Fleischverarbeitung

Hauptsache weiß und strapazierfähig reicht als Auswahlkriterium bei Berufskleidung für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Fleischverarbeitung nicht aus. In Betrieben der Risikoklassen 2 und 3 Kleidung in möglichst hellen Farben zu tragen, ist nur eine Handlungsrichtlinie der Norm für Arbeitsbekleidung in Lebensmittelbetrieben (DIN 10524). Zusätzliche Faktoren, die eine hygienische und sichere Produktion garantieren, müssen berücksichtigt werden. Als RABC-zertifizierter Dienstleister hat Mewa Textil-Service eine Checkliste für passende Mitarbeiterkleidung in Unternehmen der Fleischverarbeitung zusammengestellt.

Unterstützt die Kleidung das HACCP-Konzept?
Hygienerichtlinien sind in der Lebensmittelproduktion streng zu beachten und ihre Einhaltung genau zu dokumentieren. Das gilt auch für den Risikofaktor „Mitarbeiterkleidung". Eine adäquate Pflege stellt sicher, dass sie hygienisch unbedenklich bleibt. Denn wer selbst wäscht oder bei einem Dienstleister waschen lässt, der nicht nachweisen kann, dass er die Kleidung hygienisch einwandfrei wieder anliefert, gerät gegebenenfalls in Schwierigkeiten. Auch wenn Mitarbeiter ihre Arbeitskleidung zu Hause waschen, kann sich eine Hygienelücke auftun. Nicht immer stellt die Pflege in der eigenen Haushaltswaschmaschine eine hygienisch einwandfreie Berufskleidung sicher. Als professioneller Textildienstleister hat MEWA das RABC-System („Risk Analysis and Biocontamination Control-System) bereits vor vielen Jahren eingeführt. Alle MEWA Servicebetriebe arbeiten entsprechend der Norm EN 14065. Dieser spezielle Pflegeprozess garantiert mikrobiologische Reinheit und sorgt für ein Maximum an Sicherheit bei der Textilhygiene – für einen extrem hohen Standard an gesundheitlicher Unbedenklichkeit. Hygienekleidung von MEWA passt damit nahtlos in jedes HACCP-Konzept.

Hilft die Kleidung Unfälle vermeiden?
Die meisten Arbeitsunfälle passieren einfach deshalb, weil eine Aufgabe „mal eben kurz" erledigt werden soll. Besonders Stolper-, Stoß- und Rutschunfälle sind schnell passiert, wenn man in Eile ist. Geeignete Schuhe bieten einen guten Schutz vor Hinfallen, Zehen anstoßen oder aus Versehen fallen gelassenen Arbeitsutensilien. Schnürstiefel, Halbschuhe, Slipper oder PVC-Stiefel mit Stahlkappe schützen den vorderen Fußbereich. Rutschfeste Sohlen und ein geschlossener Fersenbereich geben besseren Halt. Besteht das Schuhwerk zusätzlich aus dem Microfaser-Material Lorica, unterstützt es zusätzlich das HACCP-Konzept im Betrieb. Lorica ist robust, gleichzeitig angenehm zu tragen. Es ist flexibel, weich und leicht sowie hygienisch durch seine antibakteriellen Eigenschaften.

Gleicht die Kleidung Temperaturunterschiede in den Produktionsbereichen aus?
In der Fleischverarbeitung muss Kleidung ebenso wärmen wie kühl halten. Denn je nach Produktionsbereich ändert sich die betriebliche Klimazone. Während beim Würstebrühen die Raumtemperatur nach oben tendiert, herrschen in der Fleischportionierung eher kühle Grade: Die Teamkleidung sollte daher flexibel zusammengestellt werden können. Kittel, Schlupfhemden und Jacken in Kombination mit Bund- oder Latzhose aus haptisch angenehmen Baumwollmischgeweben eignen sich sehr gut. Thermo-Westen halten in Produktionsbereichen, die Niedrigtemperaturen erfordern, warm sowie Thermo-Overalls in Kühlräumen.

Passt die Kleidung den Mitarbeitern?
Kleidung, die der Norm 10524 entspricht, erfüllt in der Regel alle Voraussetzungen für Fleischereitauglichkeit. Nicht vergessen sollte man bei der Auswahl jedoch den Tragekomfort. Kleidung, die sitzt und bequem ist, wird von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gern getragen und trägt damit zur Teammotivation bei.

Meist gelesene Artikel

News
Multivac: 100 Millionen für Werk 2
News
Seydelmann forciert US-Engagement
News
Die Wurstkultur zukunftsfit machen
News
Fleischerei Nagy: Schneider wurde Metzger

Das könnte Sie auch interessieren:

Fleischerei Nagy: Schneider wurde Metzger

Die Geschichte der Fleischerei Nagy im Erzgebirgskreis beginnt ungewöhnlich – nicht in einer Metzgerei, sondern einer Schneiderei. Heute verbindet sie...
Cornelius Saumagen

Die Wurstkultur zukunftsfit machen

Positives erstes Halbjahr 2026: Cornelius, bekannter Hersteller von Pfälzer Wurstspezialitäten, investiert in Markenauftritt und Standort....
Multivac Werk 2 Opening

Multivac: 100 Millionen für Werk 2

Smart Factory für Teilefertigung und Ersatzteillogistik offiziell eröffnet: Werk 2 steigert Leistungsfähigkeit der Multivac Group....
Seydelmann AMFEC US

Seydelmann forciert US-Engagement

Die Maschinenfabrik Seydelmann beteiligt sich an AMFEC und baut damit ihre strategische Partnerschaft für den nordamerikanischen Markt aus....
Anuga FoodTec 2027 Automatisierung

Maschinenbauer werden zu Datenpartnern

Smarte Technologien auf dem Kölner Messegelände: Wie Anlagenkonzepte und Hersteller-Rollen auf der Anuga FoodTec neu gedacht werden....

Kartenzahlung in der Metzgerei Pauleser

Schnell, einfach, wirtschaftlich: Die Metzgerei Pauleser aus Kasing zeigt, wie ein Anbieterwechsel Kosten senken, Abläufe vereinfachen und die Zufriedenheit der...