Kampf den Erregern beim Mastgeflügel

Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) hat ein Projekt gestartet, das antibiotikaresistente Erreger bei Mastgeflügel reduzieren soll. Antibiotikaresistente Erreger sind ein Gesundheitsrisiko für Mensch und Tier. Die Ausbreitung von Antibiotikaresistenzen sollte daher so weit wie möglich verhindert werden. Handlungsbedarf besteht bei der Haltung, Schlachtung und Verarbeitung von Mastgeflügel.

 

„Geflügelfleisch und Geflügelfleischprodukte sind für Verbraucher eine bedeutende Quelle, über die sie mit antibiotikaresistenten Keimen in Kontakt kommen können“, erklärt Prof. Dr. Reiner Wittkowski, Vizepräsident des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR). „Hier müssen wir ansetzen, um die Sicherheit dieser Lebensmittel weiter zu verbessern.“ Im von der Freien Universität Berlin koordinierten Verbundprojekt „Entwicklung stufenübergreifender Reduktionsmaßnahmen für antibiotikaresistente Erreger beim Mastgeflügel“ (EsRAM) wird das BfR daher gemeinsam mit neun Projektpartnern aus Wissenschaft und Geflügelwirtschaft Lösungen entwickeln, mit denen sich resistente Erreger beim Mastgeflügel reduzieren lassen.

 

Das Verbundprojekt wird vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) auf Beschluss des Deutschen Bundestags mit 2,46 Mio. € gefördert. Den entsprechenden Zuwendungsbescheid übergab Christian Schmidt, Bundesminister für Landwirtschaft und Ernährung, den Projektpartnern.

 

Das BfR widmet sich zwei Forschungsschwerpunkten. Zum einen analysieren die BfR-Wissenschaftler die gängigen Verfahren des Schlachtens, Zerlegens und der Verarbeitung von Geflügel. Ziel ist ein Maßnahmenkatalog mit konkreten Handlungsoptionen, wie bei der Geflügelfleischgewinnung die Verbreitung von Keimen vermindert werden kann. Im zweiten Forschungsschwerpunkt entwickelt das BfR elektronische, datenbasierte Dokumentations- und Bewertungssysteme für Geflügelhalter sowie für Geflügelschlachthöfe und Verarbeitungsbetriebe.

 

 

Foto: uschi dreiucker/pixelio.de

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