Kaufland hat sein Sortiment an Frischfleisch der Eigenmarke weiter umgestellt und erreicht nach eigenen Angaben einen Anteil von 50 Prozent an Produkten aus den Haltungsform-Stufen 3, 4 oder 5 beziehungsweise aus ökologischer Erzeugung. Die Umstellung umfasst Schweine-, Rind- und Geflügelfleisch und wird unternehmensseitig als Meilenstein für höhere Tierwohlstandards bezeichnet.
Hälfte des Eigenmarken‐Frischfleischs in höheren Haltungsstufen
Seit dem 20. Januar 2026 stammen die Hälfte aller Frischfleischprodukte der Kaufland‐Eigenmarke aus Haltungsform-Stufe 3 oder höher. Damit bietet das Handelsunternehmen im Bereich Frischfleisch bis zu 100 Artikel aus tierwohlgerechteren Haltungsbedingungen an. Die genaue Anzahl variiert laut Mitteilung in Abhängigkeit von Filialgröße und Saison.
Programm „K-Respekt für’s Tier“ als Basis
Für Schweine- und Rinderhalter hat Kaufland das Programm „K-Respekt für’s Tier“ etabliert. Betriebe, die daran teilnehmen, erfüllen laut den vorliegenden Informationen die Vorgaben der Haltungsform-Stufe 3. Diese beinhalten:
- mehr Platz für die Tiere als gesetzlich vorgeschrieben
- Zugang zu Außenklimabereichen und frischer Luft
- Bereitstellung von natürlichem Beschäftigungsmaterial
Geburt, Mast, Schlachtung, Zerlegung und Verarbeitung erfolgen vollständig in Deutschland. Mit den Partner-Lieferanten wird darüber hinaus Geflügelfleisch aus höheren Haltungsformen angeboten. Putenfleisch stammt demnach bereits seit 2024 durchgängig aus Haltungsform-Stufe 3.
Transparente Kennzeichnung am Regal und auf der Verpackung
Auf allen entsprechenden Packungen sowie an den Regalen ist die Haltungsformkennzeichnung platziert. Kunden können somit unmittelbar erkennen, aus welcher Haltungsform-Stufe ein Produkt stammt. Die Kennzeichnung deckt alle Stufen ab und reicht bei Kaufland‐Produkten bis zur Stufe 5 beziehungsweise Bio.
„Alle Kunden sollen bei Kaufland eine große Auswahl an Fleischprodukten aus den höheren Haltungsformen finden. Diese Auswahl wird jetzt noch größer: In unseren Filialen finden Kunden bis zu 100 Artikel, die alleine beim Frischfleisch aus einer tierwohlgerechteren Nutztierhaltung stammen – abhängig von der Größe der Filiale und der aktuellen Saison. Unser Frischfleisch‐Sortiment zählt beim Tierwohl zu den größten in Deutschland.“
Anna Spiess, Bereichsleiterin Einkauf Nachhaltigkeit bei Kaufland Deutschland
Im Hinblick auf die Zusammenarbeit mit der Landwirtschaft betont Anna Spiess: „Unsere Partner-Landwirte schaffen mit ihrer täglichen Arbeit und ihrem Engagement die Basis für eine nachhaltige Verbesserung des Tierwohls in der Nutztierhaltung. Uns ist es wichtig, die Landwirte dabei zu begleiten und diesen Aufwand auch finanziell zu honorieren.“
Fokus auf Schwein, Rind und Geflügel
Die Sortimentserweiterung erstreckt sich über die Haupttierarten Schwein, Rind und Geflügel. Für Schweine- und Rindfleisch greifen die Vorgaben des Programms „K-Respekt für’s Tier“. Beim Geflügel kommen entsprechende Vereinbarungen mit den Lieferanten zum Tragen. Putenfleisch aus Haltungsform-Stufe 3 ist seit 2024 fester Bestandteil des Sortiments. Weitere Geflügelarten werden nach Angaben des Unternehmens sukzessive umgestellt.
Marktpositionierung und Artikelvielfalt
Mit der erreichten Quote platziert sich Kaufland im Handel als Anbieter mit einem hohen Anteil an Frischfleisch aus höheren Haltungsformen. Die bis zu 100 Artikel umfassende Auswahl deckt unterschiedliche Zuschnitte, Teilstücke und Verarbeitungsprodukte ab. Das Angebot variiert je nach regionaler Nachfrage, Saison und Flächenverfügbarkeit der jeweiligen Filiale.
Einbindung der Landwirtschaft
Kaufland hebt hervor, dass die Umstellung nur durch eine enge Kooperation mit landwirtschaftlichen Partnerbetrieben möglich sei. Diese Betriebe werden nach Angaben des Unternehmens sowohl durch Beratung als auch finanziell unterstützt, um die Anforderungen der höheren Haltungsstufen wirtschaftlich umsetzen zu können.
Zeitplan und Ausblick
Die jetzt erreichte 50-Prozent-Marke folgt auf mehrere Jahre sukzessiver Sortimentsanpassungen. Bereits 2024 hatte Kaufland das gesamte Putenfleisch‐Sortiment in die Haltungsform-Stufe 3 überführt. Für die kommenden Jahre kündigt das Unternehmen an, den Anteil weiterer Tierarten aus höheren Stufen weiter auszubauen, konkrete Termine oder Zielgrößen wurden jedoch nicht kommuniziert.