Der gesetzliche Mindestlohn von 8,50 € wird ab Anfang 2017 um 34 Cent auf 8,84 €/Stunde steigen. Dies hat die Mindestlohn-Kommission am 28.06.2016 vorgeschlagen. Zuvor berichteten diverse Medien noch von einer niedrigeren Anhebung, wie Spiegel Online schreibt.
Der Vorsitzende der Kommission, Jan Zilius, sprach in Berlin von einem einstimmigen Beschluss. Nun obliegt es der Bundesregierung aus CDU/CSU und der SPD den Vorschlag der Experten anzunehmen oder abzulehnen. Ändern können Merkel & Co. diese Hausmarke von 8,84 € nicht.
Anlässlich des ermittelten Tarifindexes des Statistischen Bundesamtes fand das Gremium aus Arbeitgebern und Gewerkschaften zusammen, um eine Anpassung des Mindestlohns zu beraten. Unter den Tarifindex fallen 500 Tarifverträge, wie Spiegel Online weiter berichtet. Eine Neubewertung des Indexes erfolgte aufgrund der dynamischen Lohn- und Gehaltsstruktur in Deutschland. Die Löhne und Gehälter stiegen in den letzten eineinhalb Jahren um 3,2 %.
Der bundesweite Mindestlohn ist seit dem 1. Januar 2015 verpflichtend. Er gilt für rund 4 Mio. Beschäftigte im Niedriglohnsektor. Die nächste Anhebung steht zum 1. Januar 2019 an. Das Gesetz verlangt alle zwei Jahre eine Anpassung.