Mit Farbe und Architektur Akzente gesetzt


Die Planung reicht schon einige Jahre zurück, immer wieder wurde getüftelt und überlegt, wie sich eine Verbesserung der Warenpräsentation mit einer Erweiterung der Sortimentsbreite und der Optimierung des Verkaufsablaufs kombinieren lässt. Auch die Ästhetik spielte eine Rolle bei der Neukonzeption des alteingesessenen Fachgeschäftes in Vaihingen an der Enz.
Für den Umbau, der dreieinhalb Wochen in Anspruch nahm, wurden die letzten Sommerferien genutzt. Während der Umbauphase, in die auch die Fassade einbezogen wurde, war der Betrieb geschlossen. „Bei einer selbst schlachtenden Metzgerei war das anders nicht zu realisieren“, sagen Peter und Elisabeth Krautter sowie Mark und Christiane Krämer unisono.

Optimale Präsentation und ergonomische Vorteile
Auch die Mannschaft hinter der Theke freut sich über die neue Einrichtung. Eingebaut wurde die neue Theken-Generation von Kramer Ladenbau. Die „Primo“-Theke mit einer Gesamtlänge von 9,50 Metern kombiniert durch ihre Konstruktion die Vorteile der optimalen Warenpräsentation mit ergonomischen Vorteilen für die Verkaufsmannschaft. Eine höher gelegte Warenauslage bringt die Produkte einerseits näher zum Auge des Kunden, andererseits erspart sie den Verkäuferinnen das zwangsweise „Turnen an der Theke“ durch die bessere Erreichbarkeit aller Präsentations-Schalen. An der Thekenrückseite wurden alle Zubehörteile so positioniert, dass sie bequem dort zur Verfügung stehen, wo sie benötigt werden.
Integriert wurden auch die Kabelkanäle für das Waagen- und Kassenverbundsystem von Bizerba. Der schräg gestellte Sockel setzt optische Akzente, die Rundstützen der Glasscheiben erlauben ein Erscheinungsbild, das der Theke einen Charakter verleiht, der an eine Vitrine erinnert. Edelstahl und Glasböden lockern die Taschenablage im Kundenraum auf. Schwarzer Spezialkunststoff wurde als Verkleidung der Fronten gewählt. Natrium-Dampflampen in der Decke und eine integrierte Thekenbeleuchtung rücken die Ware in das auf das Sortiment abgestimmte Licht.
Die Umluftkühlung kommt ohne zusätzliche Befeuchtung aus, alle Kühlzonen für Fleisch, Wurst, Feinkostsalate und Käse sind einzeln regelbar. Kühlaggregate und Steuerung mit automatischer Überwachung sind im Keller untergebracht.
Die Werbung für den Party-service findet sich nicht nur auf den klassischen Werbeträgern, sondern auch auf den Hemden und Blusen der Mitarbeiter. Das einheitliche Outfit wurde so gewählt, dass es in das Gesamtbild des neuen Ladens passt. Schwarz, rot und weiß sind die prägenden Farben bei Krautter. Dunkelgrau melierte, polierte Feinsteinzeugfliesen werden als Bodenbelag im Kundenraum eingesetzt, großflächige Wandfliesen in gebrochenem Weiß prägen die Rückwand. Unterbrochen wird das Bild durch Wurstgehänge aus Edelstahl mit verspiegeltem Hintergrund, schwarze Angebotstafeln und Regale für Weine und Spezialitäten.

Video-Monitor im Pausenraum
Die Wurstkonserven aus eigener Herstellung finden sich, ebenso wie andere Impulsartikel, in einem Regal im Kundenraum nahe des Einganges. „Bei der Neugestaltung der Fassade haben wir statt der großflächigen Schaufenster schmale, deckenhohe Fenster einbauen lassen“, erläutert Mark Krämer. Der Eingang wurde in die Mitte des Geschäftes verlegt, eine Rampe führt ebenso wie eine Treppe zur zweiteiligen Automatiktür. Glas und Edelstahl als Materialien für das Vordach geben dem Geschäft auch von außen ein neues Gesicht.
Im Bereich des früheren Eingangs finden die Kunden jetzt die neue Heißtheke mit Imbissangebot. Dabei spielen neben den Klassikern wie Schnitzel, Fleischkäse und Hühnerschlägel immer stärker auch Nudeln, Gratins und komplette Menüs eine Rolle. Ein Küchenchef zeichnet für die täglich wechselnden Angebote ebenso verantwortlich wie für den kulinarischen Akzent des Partyservices. „Es hat sich gelohnt, dafür einen Fachmann einzustellen“, lautet das Resümee der Familie nach dem ersten halben Jahr. „Mit unserem Komplettangebot sind wir jetzt einzigartig in der Stadt.“ Zahlreiche Banken und Büros im Umfeld aktivierten zusätzliches Kundenpotenzial. Für die Stammkunden sind die klassischen Einkaufstage Dienstag, Donnerstag, Freitag und Samstag.
Ganz im Stil des neuen Ladens wurden auch die Sozialräume und die dazu gehörige Küche mit Pausenraum gestaltet. Dort hängt über dem Tisch ein Video-Monitor, der den Betrieb im Laden zeigt. „Wenn es dort voll wird, ist für alle die Pause beendet und es geht eine Treppe herunter zum Einsatz an der Theke“, erklären die Chefs.

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