Auf dem „DMY International Design Festival Berlin 2015“ hatte der aus Israel stammende Kunststudent Jon McTaggart seinen großen Auftritt als „New Talent“ mit einem Motoman-Handlingroboter: Unterstützt von Yaskawa, nutzte er den Roboter als 3D-Drucker und ließ ihn komplexe Formen aus unterschiedlichen Materialien schaffen.
Jon McTaggart setzte sich mit dem Gegensatz zwischen der Einmaligkeit eines Kunstwerkes und den Möglichkeiten technischer Reproduktion auseinander. Das Ergebnis besteht zum Beispiel aus Schalen und anderen geometrischen Formen. Dabei konzentriert sich der Designer vor allem auf Sand und Erde als Materialien.
Auf der Suche nach einer technischen Möglichkeit, den Sand in die gewünschten Formen zu bringen und zu fixieren, experimentierte Jon McTaggart zunächst mit verschiedenen 3D-Druckern. Allerdings kamen diese mit dem schweren Material nicht zurecht. Die Lösung brachte schließlich ein Motoman MH250 von Yaskawa. Für das Modell sprach aus Sicht des Studenten die Verbindung von Präzision und Flexibilität bei hoher Tragkraft.
Zu Demozwecken kam in Berlin ein kleinerer Motoman MH6-10 zum Einsatz. Teils hochkomplexe Geometrien programmiert der junge Künstler in einer handelsüblichen 3D-Software. Über eine Schnittstelle werden die Daten dann in die Roboter-Steuerung übernommen. Ein Prozedere, das so sicherlich auch in der Verpackungs- oder Fleischindustrie vorstellbar wäre. Um Anwendungen für einen Motoman als 3D-Drucker wäre man dort sicherlich auch nicht verlegen…