„Es liegt mir auf der Zunge“ lautet das Leitthema des nächsten Lebensmitteltags Sensorik der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG). Wie kann sinnliche Wahrnehmung in verbale Sprache und in Rezepturen übersetzt werden? Wie gelingt eine überzeugende sensorische Verbraucheransprache? Diese und viele weitere kommunikative Herausforderungen der Lebensmittelsensorik diskutieren Experten am Donnerstag, 23. März 2017, im hessischen Kronberg.
Sprache und Kommunikation spielen heute eine entscheidende Rolle in der Lebensmittelsensorik. Auf allen Ebenen des Produktions- und Vermarktungsprozesses gilt es, die sinnliche Wahrnehmung in verbale Sprache zu übersetzen. Dies stellt Produktentwicklung, Qualitätssicherung, Marktforschung und Marketing in der täglichen Arbeit vor Herausforderungen: Im Unternehmen muss die sensorische Kommunikation, das heißt der Austausch über Methoden, Projekte oder Produktprofile, bereichsübergreifend funktionieren, damit vom Produktentwickler bis zum Marketing-Experten alle die gleiche Sprache sprechen.
Thema multisensuelles Produktdesign
Im Rahmen des strategischen Sensory Brandings und Marketings werden auch Einflussfaktoren wie Einkaufssituationen oder Konsumatmosphären berücksichtigt. Multisensuelles Produktdesign, das ein sensorisches Profil mit definierten Konsumkontexten kombiniert, ist ein Fokusthema der internationalen Lebensmittelsensorik. Diese Methode gilt als Garant für nachhaltigen Erfolg in den Warenkörben der Verbraucher und wird auch in der interaktiv mit sensorischen Übungen und kleinen Produktverkostungen angelegten Veranstaltung in Kronberg beleuchtet. Im Rahmen des Lebensmitteltags wird zudem der „DLG-Sensorik Award 2017“ für herausragende Forschungsarbeiten von Nachwuchswissenschaftlern vergeben.
Das vollständige Programm und aktuelle Informationen sind im Internet unter www.dlg.org/lebensmitteltag_sensorik.html veröffentlicht.
Foto: DLG