San Daniele Schinken Salzrecycling Anlage

Neue Anlage für bessere Salzverwertung

Eröffnung der neuen Recyclinganlage im Frühjahr

Das Konsortium Prosciutto di San Daniele eröffnet eine neue Anlage zur Rückgewinnung von verbrauchtem Salz und Sole. In diesem Frühjahr 2023 wird diese Anlage etwa 15 Kilometer von der Stadt San Daniele del Friuli in der Provinz Udine entfernt in Betrieb gehen. In einer Pressemitteilung bezeichnet das Konsortium die Anlage als „ein innovatives Projekt, mit dem das Konsortium die Initiativen zur Unterstützung der Kreislaufwirtschaft in der Lieferkette weiter verstärkt“.

Reines Meersalz ist traditionell die einzige Zutat, die den frischen Schweinekeulen bei der Herstellung eines San Daniele Schinkens mit geschützter Ursprungsbezeichnung hinzugefügt wird. Zu Beginn des Produktionsprozesses, während der Salzungsphase, wird jede Keule mit dem Meersalz gepökelt und lagert mit Salz bedeckt in speziellen Kammern. Am Ende dieses Vorgangs wird der Überschuss zusammen mit der Salzlake vollständig gesammelt.

Dieses Salz wird jedoch nicht nur einmal genutzt, sondern im Sinne der Kreislaufwirtschaft für andere Zwecke wiederaufbereitet. An der Mehrfachverwertung des Salzes zeigt sich die nachhaltige Produktion des San Daniele Schinkens g.U. besonders deutlich.

Mehr Nachhaltigkeit in der Lieferkette

Die neue Salzrückgewinnungs- und Recyclinganlage ist mit Hightech-Maschinen ausgestattet. Diese sieben und desinfizieren das Salz, während die Sole durch spezifische chemisch-physikalische und biologische Verfahren gereinigt wird. Auf diese Weise wird das Natriumchlorid herauskristallisiert und steht für neue Verwendungszwecke zur Verfügung – zum Beispiel als Streusalz im Straßenverkehr oder als Salz in Gerbereien. Das verdampfte Wasser wird in den natürlichen Kreislauf zurückgeführt.

Mit der Hightech-Anlage setzt das Konsortium klare Maßstäbe für Umweltschutz und Nachhaltigkeit. Seit 2009 koordiniert und betreut das Konsortium Prosciutto di San Daniele die Abfallverwertung für alle 31 Schinkenerzeuger. Dadurch konnten bislang im Jahresdurchschnitt etwa 3.700 Tonnen Salz zurückgewonnen werden.

Geschätzter Rückgewinn von 8.000 Tonnen Salz und Sole

Mit der neuen Anlage können schätzungsweise 8.000 Tonnen Salz und Sole zurückgewonnen werden. Dank der Nähe zur Stadt San Daniele di Friuli werden zudem die CO2-Emissionen aus dem Straßenverkehr reduziert. Denn bisher mussten die Abfälle bislang mehr als 350 Kilometer vom Produktionsgebiet entfernt entsorgt werden.

Diese Initiative wurde vom Konsortium Prosciutto di San Daniele mit einem Budget von rund vier Millionen Euro finanziert. Es handelt sich um einen der ersten Kreislaufwirtschaftspläne dieser Art in der Branche.

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