Auf der Website www.nichtraucherfuehrer.de findet der Interessierte Gaststätten in ganz Deutschland, die mindestens 30 Prozent ihrer Plätze für Nichtraucher bereithalten. Zum Auftakt waren rund 4.000 Betriebe registriert. Um ein gesetzliches Rauchverbot zu vermeiden, hatte sich der Branchenverband im März 2005 mit dem Bundesgesundheitsministerium auf Quoten für Nichtraucherplätze verständigt.
Die Vereinbarung zwischen der Bundesregierung und dem Deutschen Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga). Die sieht vor, dass seit 1. März 30 Prozent der Gaststätten mit 40 Plätzen oder 75 Quadratmetern 30 Prozent ihrer Plätze Nichtrauchern vorbehalten müssen. Die Quote steigt in den kommenden beiden Jahren stufenweise: 2007 sollen 60 Prozent der Betriebe 40 Prozent der Plätze rauchfreihalten, ein Jahr später 90 Prozent die Hälfte ihrer Plätze. EU-Gesundheitskommissar Markos Kyprianou hatte vergangene Woche kritisiert, dass Deutschland sich bei der Schaffung von Nichtraucherzonen zu viel Zeit lasse. Ob die Politik künftig auch die Betreiber von Gaststätten dazu zwingen soll, genügend Plätze für Nichtraucher einzurichten, bleibt nach Vorlage des aktuellem Drogenbericht offen. "Nichtrauchen liegt im Trend", heißt es im Sucht- und Drogenbericht 2006.
Die Politik drohte allerdings schon einmal mit einer Zwangsregelung eines Rauchverbots, falls die Gastronomie nicht wie vereinbart in den kommenden zwei Jahren ausreichend Nichtraucherplätze schaffe. Der Gaststättenverband räumt ein, dass das Ziel 2008 sehr ehrgeizig ist. Aus Bundesregierungskreisen ist zu hören, dass zur Lösung des Problems zunächst keine weiteren Steuererhöhungen geplant seien.