Ohters in Essen


Das alteingesessene Geschäft in einem typischen Wohnviertel der Industrie-Metropole verfügt über eine Rundverglasung, die zur Straße hin einen Viertelkreis beschreibt. Dieser optimale Einblick in den Laden wurde beim Kom-plettumbau erhalten. Der Eingang liegt in der Mitte des Bogens und erlaubt dem Kunden beim Eintreten einen Überblick über das Panorama der klar strukturierten Warenpräsentation.
Der Fleischanteil am Gesamtumsatz ist im Hause Ohters traditionell sehr hoch, entsprechend wurde auch das Thekenkonzept von Architekt Dieter Höhn erarbeitet. Die Umbauphase nahm lediglich 17 Tage in Anspruch, diese Zeit wurde mit einem Verkaufswagen überbrückt.
Auf einer Gesamtfläche von rund 40 Quadratmetern nehmen die trägerstützenfreien Theken vom Typ Eurokort 111 eine Länge von sechs Metern ein. Neu hinzu gekommen ist eine Heißtheke für das tägliche wechselnde Angebot an Snacks und Mittagsgerichten. Um möglichst wenig Raum für Durchgänge opfern zu müssen, wurde ein Schiebeelement für die Präsentation der warmen Speisen auf der Fläche von zwei 1/1 Gastronorm-Einsätzen gewählt. Es fügt sich perfekt in die Gesamtoptik ein und wird, ebenso wie das übrige Sortiment, durch die Deckenstrahler optimal ausgeleuchtet. Der Glasaufsatz der Theken ist um 30 Grad geneigt und sorgt für nahezu reflexfreie Einblicke aus jeder Richtung.
Den besonderen Pfiff bilden zwei Deckenpräsenter über der Theke, die die Schnelldreher auf Augenhöhe der Kunden bringen, um auf diese Weise den Impulsartikeln noch größere Geltung zu verschaffen.
Unmittelbar hinter der Theke mit dem Frischfleischsortiment wurde ein komplett verkleideter Fleischkühlschrank mit Unterbaukühlung installiert. Das Display mit der Temperaturanzeige liegt im Sichtbereich des Kunden und signalisiert absolute Frische der dort gelagerten Produkte und der Hackfleisch-Zubereitung.
Das Fachehepaar Claus und Evelyn Ohters ist täglich im Laden präsent und freut sich über die porsitive Resonanz der Kundschaft. Neben den bekannten Gesichtern der Stammkunden konnten nach dem Umbau einige neue Kunden gewonnen werden.
Hierzu trägt mit Sicherheit auch das helle Ambiente des Ladens bei. Geprägt wird die Atmosphäre von frischem Neapel-Gelb im Hintergrund und großflächigen Terrakottafliesen im Kundenraum. Besonders liebevoll und aufwändig gestaltet sind die Ornamente aus farbigen Keramikscherben, die die Villeroy & Boch-Fliesen an den Wänden umrahmen. Diese sind, ebenso wie die Fliesen im Kundenraum, diagonal verlegt, um einen optischen Fluss in das Gesamtbild zu bringen. Die schwarzen Angebotstafeln hinter der Theke passen sich, ebenso wie die Wandregale, perfekt in das Fliesenbild ein.

Saisonal wechselnde Dekoration
Die Flächen über den Regalen werden für eine saisonal wechselnde Dekoration genutzt. Mit verschiedensten Accessoires gestaltet Evelyn Ohters diesen Raum, um auf Aktionen und besondere Angebote einzustimmen. Die Granit-Arbeitsplatten und versetzt aufgestellte Schneidemaschinen sorgen für einen permanenten Augenkontakt zum Kunden, wenn die Fachverkäuferinnen an den Vorbereitungsplätzen tätig sind, um individuelle Wünsche zu erfüllen. Gleichzeitig ist der Platz hinter der Theke so konzipiert, dass Warenfluß und Arbeitsabläufe reibungslos funktionieren.
Die ebenfalls neu gestaltete Decke folgt mit ihrem zweifachen Stufenprofil dem Verlauf der Theke. Darin integriert wurden sowohl die Deckenfluter (Natriumdampflampen) und Halogenspots als auch die komplette Klimatechnik. Im Kundenraum wurde die Decke mit einer zartblauen Wischtechnik bemalt, um so die Illusion eines frischen blauen Frühlingshimmels zu erzeugen.

Imbiss an der Fensterfront
Wer seine Mittagsmahlzeit gleich vor Ort einnehmen möchte, hat dazu an den halbrunden Stehtischen Gelegenheit, die direkt an der Fensterfront angebracht sind. Der Ausblick auf die Straße ist von dort aus ebenso gewährleistet wie der Einblick in den Laden. Ein Glaskühlschrank im Kundenraum, gleich neben der Heißtheke, bietet ein breit gefächertes Getränkesortiment.

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