Studie zur Innovationsfähigkeit

Eine DLG-Studie untersuchte die Bedeutung von Innovationen für das Wachstum der deutschsprachigen Lebensmittel- und Zulieferindustrie und welche Aktivitäten in Organisation, Führung, Unternehmenskultur, Methodeneinsatz und Prozesse für diese relevant sind. Dafür wurden 524 Unternehmen (Geschäftsführung und Management) telefonisch kontaktiert. An der darauf aufsetzenden Befragung nahmen 106 Unternehmen teil. Ergänzt wurde die Befragung durch leitfadengestützte Experten-Interviews. Für rund 90 % der Unternehmen sind Innovationen eine unabdingbare Voraussetzung für die Wettbewerbsfähigkeit und für ebenso viele als Wachstumstreiber von Bedeutung.

 

Die häufigste Strategie ist die des Fast Followers/Analysierers(ca. 42 %), gefolgt von den Innovationssuchern (40 %). Die wichtigsten Innovationsziele sind die Steigerung des Kundennutzens und die Qualitätsverbesserung. Eine Differenzierung im Markt strebt nur ein Drittel der befragten Unternehmen an. Hier besteht großer Nachholbedarf. Innovationssucher unterscheiden sich von den übrigen Teilnehmern, sie streben eher nach der Verbesserung des Kundennutzens, wollen neue Märkte mit Innovationen erschließen und beschäftigen sich weniger intensiv mit Renovationen (Line Extensions). Weitere – eher defensive – strategische Typen sind Verteidiger sowie reaktive Strategen.

 

Ein weiterer Teil der Studie beschäftigte sich mit möglichen Hürden, Evaluationsmöglichkeiten und ungenutzten Verbesserungspotenzialen. Die Ergebnisse zeigen, dass die Unternehmen in den Bereichen Strategie und Prozesse gut aufgestellt sind. In den frühen Phasen des Innovationsprozesses gibt es aber auch Verbesserungspotenziale in Bezug auf die Kundenintegration, den Methodeneinsatz und das Technologie-Scouting. Zudem stellen organisatorische und rechtliche Rahmenbedingungen oft Hemmnisse im Innovationsprozess dar. Wichtige Hemmnisse und Barrieren, die sich negativ auf die Innovationsleistungen auswirken, seien Marktrisiken, technische Risiken, Probleme in der Finanzierung sowie organisatorische Probleme. Die Studie untersuchte auch, wie die technologischen Rahmenbedingungen eingeschätzt werden. Diese wurden von den Unternehmen eher konservativ bewertet. Nur 20 % sind davon überzeugt, dass neue Technologien zu neuen Geschäftsmöglichkeiten führen. www.DLG.org/Studien

 

Foto: Theimer

 

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