Hamburg. Die Preise für Tee sowie Kräuter- und Früchtetees werden in den kommenden Monaten ansteigen. Wie der Deutsche Teeverband e.V. und die Wirtschaftsvereinigung Kräuter- und Früchtetee e.V., Hamburg, mitteilen, haben die anhaltende EURO-Schwäche, höhere Frachtkosten, die weltweit gestiegene Nachfrage und geringere Ernteerträge zu einer Erhöhung der Weltmarktpreise geführt. Der deutsche Verbraucher wird deswegen mit höheren Preisen beim Teekauf rechnen müssen. Dennoch gehören Tees im Vergleich auch weiterhin zu den preiswertesten Getränken überhaupt.
Dem weltweit gestiegenen Verbrauch stehen jedoch geringere Ernteergebnisse gegenüber. Trockenheit und Dürre in Ostafrika haben zu erheblichen Ernteausfällen von Schwarztee in Kenia geführt. Der Ausfall der afrikanischen Produktion konnte nicht kompensiert werden. Darüber hinaus lassen ungünstige Wetterverhältnisse in wichtigen Produktionsländern mit weiteren Rückgängen der Erträge rechnen.
EURO-Schwäche und Missernten verteuern nicht nur den schwarzen Tee. Betroffen sind auch Kräuter- und Früchtetees. “Welche konkreten Auswirkungen diese Entwicklung für den deutschen Verbraucher hat, lässt sich zur Zeit noch nicht genau sagen. Wir rechnen jedoch mit Preissteigerungen von rund 10 Prozent,” sagt Willi Rausch, Vorsitzender der Wirtschaftsvereinigung Kräuter- und Früchtetee e.V.. Für den schwarzen Tee erwartet Jochen Spethmann, Vorsitzender des Deutschen Teeverbandes e.V., eine ähnliche Entwicklung. “Ernte-Ausfälle und erhöhte Weltmarktpreise werden in den kommenden Monaten dafür sorgen, dass die Preise für Teeprodukte deutlich steigen werden.”