Fleischprodukte, bei denen pflanzliche Zutaten einen Teil des Fleischs ersetzen gibt es viele. Über die Hälfte der deutschen Verbraucher würden laut einer aktuellen Umfrage solche hybriden Fleischprodukte kaufen, wenn Geschmack und Preis stimmen. Qualität, Zertifizierung und Herkunft des Fleischanteils sind dabei wichtiger als der Verweis auf pflanzliche Zutaten. Vor allem Flexitarier interessieren sich für Lebensmittel mit reduziertem Fleischanteil. Die Online-Studie wurde von Meatless – Geschäftsbereich des Zutatenherstellers Beneo – in Auftrag gegeben und umfasste knapp 3.500 Teilnehmende aus Deutschland, Großbritannien und den Niederlanden (Nov.-Dez. 2025)

Die Kriterien
In Deutschland sind laut Studie fast sechs von zehn Verbrauchern bereit, hybride Fleischprodukte zu kaufen, sofern Geschmack und Preis stimmen. Dabei tragen die positiven Eigenschaften der Fleischkomponente – wie authentischer Geschmack oder zertifiziertes Fleisch – stärker zur Kaufabsicht bei als Verweise auf den pflanzlichen Anteil. Zudem zählt der Hinweis „ohne künstliche Zusatz- oder Konservierungsstoffe“ zu den drei wichtigsten Aussagen, die die Kaufabsicht beeinflussen. Clean-Label-Botschaften und Informationen zur Fleischqualität sind damit entscheidend, um deutsche Verbraucher von Hybridfleischprodukten zu überzeugen. Darüber hinaus spielen Tierwohlaspekte und die regionale Herkunft eine wichtige Rolle für die Kaufentscheidung.
Was ist beliebt?

Beim bevorzugten Produktformat liegt in Deutschland bei allen Zielgruppen die Bratwurst mit 52 % klar vorn, gefolgt von Hackfleisch (27 %) und Burgerpatties (11 %). Flexitarier – Menschen, die Fleisch essen, den Verzehr aber bewusst reduzieren – greifen bei fast allen Formaten lieber zur Hybridvariante statt zum reinen Fleischprodukt. Laut Ernährungsreport des BMLEH (Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat) aus dem Jahr 2025 ernährt sich mehr als jeder Dritte flexitarisch. In der Meatless-Umfrage liegt der Anteil sogar bei jedem zweiten Befragten. Das eröffnet ein erhebliches Marktpotenzial. Dazu Niels E. Hower, Geschäftsführer von Meatless: „Unser Ansatz, den Fleischanteil zu reduzieren aber den gewohnten Geschmack und die Qualität beizubehalten, deckt sich mit den Ergebnissen der Verbraucherbefragung. Wir sind zuversichtlich, dass Hybrid-Konzepte dazu beitragen können, die Herausforderungen der Fleischbranche in puncto Nachhaltigkeit und Verfügbarkeit zu bewältigen.“
Meatless®-Texturate werden aus hochwertigen Rohstoffen wie Ackerbohnen, Reis und Mykoproteinen hergestellt und ermöglichen die Entwicklung von Hybridprodukten mit typischem Fleischgeschmack, Saftigkeit und optimiertem Nährwertprofil. Für Lebensmittelhersteller sind Hybridformulierungen eine wirtschaftliche Antwort auf steigende Fleischpreise. Zur Veranschaulichung des Optimierungspotenzials stellt Meatless einen Kostenrechner bereit, der Originalrezepturen und Hybridvarianten hinsichtlich Kosten, CO2-Äquivalenten, gesättigten Fettsäuren und Energiegehalt vergleicht.