VKD und GV-net – Gute Perspektiven / Dr. h.c. Siegfried Schaber im Interview

Berlin. Der Präsident des Verbandes der Köche Deutschlands (VKD), Dr. h.c. Siegfried Schaber, hat seit Ende Januar dieses Jahres auch die Präsidentschaft im Weltbund der Kochverbände (WACS) inne. In einem Interview mit GV-net, seit wenigen Tagen Außerordentliches Mitglied im VKD, äußerte er sich unter anderem zur künftigen Zusammenarbeit mit der Berliner Gesellschaft für neue Medien und Marketing und zu seinen Aufgaben als WACS-Präsident.

GV-net: Wie sehen Sie die Perspektiven der Zusammenarbeit zwischen Ihrem Verband und GV-net?

S. Schaber: Die Perspektiven sehe ich sehr positiv. Wir wollen natürlich das Medium Internet – das ist ja Ihre Domäne – nutzen und viel davon profitieren. Je besser Sie sich da einbringen und unsere Mitglieder sagen, das ist toll, dass GV-net hier mittut, je mehr werden beide Seiten Nutzen aus der Kooperation ziehen. Das ist die Aufgabe, der wir uns gemeinsam stellen wollen und auch müssen.

GV-net: Sie gehörten zu den Teilnehmern der GVonline Podiumsdiskussion “Küchen-Geschäfte im Internet – Anspruch und Wirklichkeit” vor wenigen Tagen in Hamburg. Welche Eindrücke haben Sie aus diesem Forum mitgenommen?

S. Schaber: Man kann sich der Zukunft nicht verschließen, sonst müßte man ja wieder beim Kohleherd anfangen. Das Internet ist für die GV-Branche und die gesamte Gastronomie von Vorteil. Das läßt sich nicht weg diskutieren, und ich denke, dieser Weg muß gegangen werden. Eigentlich beneide ich die jungen Menschen um die großen Möglichkeiten, die ihnen die neue Technik, die neuen Produkte und auch das Internet für die Ausübung unseres Berufes bieten.GV-net: Wie sehen Sie die Entwicklung im GV-Bereich?

S. Schaber: Diese Entwicklung sehe ich ähnlich wie die im Internet. Der GV-Bereich von heute ist mit dem von vor 20 oder 30 Jahren überhaupt nicht vergleichbar. Was heute aufgrund des Einsatzes der Technik, der Lebensmittel, der Produkte alles geboten wird, ist unwahrscheinlich. Zum Beispiel die Convenience-Produkte. Es wird viel darüber geschimpft. Wenn ich aber mit diesen Produkten, die in hervorragender Qualität vorhanden sind, zig-tausend Menschen verpflegen kann, kann ich doch nicht sagen, ich mache die Nudeln noch mal selber. Ich sehe die GV absolut positiv, und sie wird in den nächsten Jahren wahrscheinlich immer besser werden. Zudem, seine eigene Handschrift kann man immer einbringen, das ist der eigenen Kreativität überlassen.

GV-net: Wo sehen Sie Ihre Aufgaben als Präsident des WACS?

S. Schaber: Neben den allgemeinen Aufgaben liegt mir das Erscheinungsbild der Köche in der Öffentlichkeit, ihre Berufsfortbildung und insbesondere die Nachwuchsförderung am Herzen. Der Weltbund der Kochverbände ist aufgerufen, die Traditionen und Fertigkeiten der Kochkunst an die Jugend weiterzugeben. Wir wollen eine europa- und weltweite Angleichung der Kochausbildung, die gegenseitige Anerkennung der Berufsabschlüsse, zum Beispiel des Abschlusses als Küchenmeister. Wir möchten den Anreiz zum Ergreifen des Kochberufs fördern, und, das nicht zuletzt, unser Wissen und Können auch über die Medien präsentieren.

GV-net: Herr Dr. Schaber, vielen Dank für dieses Gespräch.

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