Weinlese 2004

Die Erntemengen liegen bis dato im langjährigen Mittel. Für die Ernte der Top-Qualitäten, wie z.B. Grosse Gewächse, bedarf es noch Geduld und Risikofreude seitens der Prädikatsweingüter, um trotz unsicherer Wetterverhältnisse die optimale Reife zu erlangen, fasste der Präsident der Prädikatsweingüter, Michael Prinz zu Salm-Salm, den aktuellen Stand in den Weinbergen zusammen.

An der Mosel zögert man den Beginn der Riesling Lese noch hinaus und rechnet mit einem weiteren kräftigen Qualitätsschub. An der Ahr harren die Top-Spätburgunder Lagen ebenfalls noch der Erntehelfer, obgleich schon jetzt 95°Oechsle gemessen werden. Die bisher eingebrachten Rotmoste zeigen sich sehr fruchtig und filigran bei ordentlicher Farbausbeute. Sehr aromatisch mit kräftigem Körper und pointierter Säure präsentieren sich die ersten Federweißen an der Nahe. „Im Kelterhaus duften die verschiedenen Sorten; das lässt auf schöne Aromen schließen,“ berichtet Lotte Pfeffer vom Weingut Brüder Dr. Becker in Rheinhessen. Der optimale Weinbergszustand lässt im Rheingau auch weiterhin steigende Mostgewichte und fallende Säuren erwarten, nicht zuletzt dank des ausgeglichenen Wasserhaushaltes in der aktiven Vegetationsphase (Juli/August). Karl-Heinz Wehrheim, Pfalz, sieht in diesem Jahr eine größere Beeinflussung der Weine durch das Terroir, weil Säure und Alkohol in einem gesunden Verhältnis zueinander stehen. Nicht nur im Weingut Wirsching, Franken, wird der optimale Lesezeitpunkt durch Verkostung der Trauben bestimmt. „Erst wenn diese ihr volles Aroma ausgebildet haben, wird geerntet.“ Außerdem spielt neben Reifegrad und Gesundheitszustand die gewünschte Stilistik der späteren Weine eine entscheidende Rolle bei der Wahl des Lesezeitpunktes.

Interessant ist der Weinlesebericht des Weingutes Christmann, wo man für die Lese den Mondkalender nach Thum zur Rate zieht und die wichtigsten Weine nur an Fruchttagen, einfachere Weine hingegen an Büte- und Wurzeltagen erntet. „Wir haben das Gefühl, dass die Trauben an Fruchttagen fester sind und aromatischer schmecken,“ konstatiert Steffen Christmann. Allgemein wird mit einem Basis-Segment aus herrlich erfrischenden Weinen gerechnet, doch ist bis hin zu den edelsüßen Spitzengewächsen im Moment noch alles möglich. Als Vergleichsjahrgänge werden oft die Jahre 2001 und 2002 zitiert.

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