Der Verein „Genussregion Oberfranken“, dem auch zahlreiche Metzgereien aus dieser Region angehören, wurde von der deutschen UNESCO-Kommission ins Verzeichnis „guter Beispiele des immateriellen Welterbes“ aufgenommen. 2007 gegründet, besitzt der Verein heute zahlreiche Mitgliedsbetriebe, überwiegend kleine Unternehmen des Lebensmittelhandwerks wie Metzgereien, Bäckereien, Brauereien und Gaststätten. Mitglieder, die das Qualitätssiegel „Genussregion Oberfranken“ nutzen, unterziehen sich vor der Aufnahme einer intensiven Qualitätsprüfung. Jeder Produzent ist zertifiziert und stellt sich alle drei Jahre einer Regionalprüfung. Die Tatsache, dass sich, gemessen an der Zahl der Einwohner, in Oberfranken weltweit die meisten Metzgereien, Bäckereien und Brauereien existieren, sei einmalig.
Aus der Laudatio: „Das Beispiel zeigt eindrucksvoll, wie in industrialisierten Gesellschaften eine den sozio-ökonomischen Kontext fördernde Rückbesinnung auf regionale Lebensmittel auch im Sinne einer nachhaltigen (ökologischen, ökonomischen, sozialen und kulturellen) Entwicklung gefördert werden kann. Das auch wissenschaftlich begleitete Projekt kann ggf. andere Regionen anregen, sich intensiv mit der Kultur, Vielfalt und Qualität regionaler Spezialitäten auseinanderzusetzen“.
Mit der “Liste des dringend erhaltungsbedürftigen immateriellen Kulturerbes” macht die UNESCO auf vom Aussterben bedrohte Kulturformen aufmerksam. Um geeignete Schutzmaßnahmen ergreifen zu können, sieht das Übereinkommen eine Liste des dringend erhaltungsbedürftigen immateriellen Kulturerbes vor. www.genussregion.oberfranken.de
Foto: Genussregion Oberfranken e.V.