Fit für digitalisierte Prozesse

Zu den täglichen Herausforderungen in der Produktion gehören schlanke Prozesse, kurze Durchlaufzeiten sowie die optimale Auslastung und Verfügbarkeit von Maschinen. Für ein modernes Prozessmanagement im Zeitalter der Digitalisierung bietet das KIN-Lebensmittelinstitut ab März 2017 die Qualifizierung zum Prozesstechnologen 4.0 an. In der sechsmonatigen Weiterbildung lernen die Teilnehmer Prozesse systematisch zu optimieren – für eine effiziente Produktion und bessere Ergebnisse.

 

Schwachstellen erkennen
Im Mittelpunkt der Qualifizierung steht das dynamische Management von operativen Prozessen der Industrie 4.0. Anhand von praxisnahen Fallbeispielen erfahren die Teilnehmer, wie sie Schwachstellen anhand von Kennzahlen erkennen, Verschwendung vermeiden und Potenziale nutzen können. Dazu werden die Prinzipien von Lean Management vermittelt. Dabei wird das Ziel verfolgt, Kundenanforderungen profitabel zu erfüllen und eine Unternehmenskultur zu schaffen, die Fehler als Möglichkeit der Weiterentwicklung erkennt.

 

Verschwendung vermeiden
Zudem lernen die Teilnehmer die Six-Sigma-Methode für Qualitätsmanagement anzuwenden. Das Besondere dabei ist der mathematische Ansatz: Aus der Anzahl der Fehler in einem Prozess ergibt sich das Sigma-Niveau an Standardabweichungen. Aus dieser Analyse werden Maßnahmen für eine effizientere Produktion abgeleitet. Absolventen können nach der Weiterbildung als kompetente Berater für das operative Management fungieren.

 

Potenziale nutzen
„Industrie 4.0 ist inzwischen eines unserer Kernthemen“, sagt Axel Graefe, Leiter des KIN-Lebensmittelinstitutes. „Die neue Qualifikation haben wir konzipiert, da Fachkräfte immer häufiger mit komplexen digitalisierten Prozessen zu tun haben. Wir wollen Unternehmen dabei unterstützen, ihre Mitarbeiter fit für die Zukunft zu machen.“

 

Die Qualifizierung richtet sich an Fach- und Führungskräfte aller Organisationsebenen in der Lebensmittelindustrie, die sich auf neue oder erweiterte Managementaufgaben in der Produktion vorbereiten wollen. Zugangsvoraussetzung ist eine abgeschlossene Ausbildung, beispielsweise zum Lebensmitteltechniker, oder ein entsprechendes Studium sowie mehrjährige Berufserfahrung. Nach bestandener Prüfung erhält jeder Teilnehmer ein Zertifikat der KIN GmbH in Anlehnung an DIN EN 17024 und ein „Six Sigma White Belt“-Zertifikat. Voraussetzung ist die erfolgreiche Bearbeitung eines Projekts im Unternehmen, ein entsprechender Abschlussbericht sowie die Präsentation der Ergebnisse.

 

Die Kosten der Weiterbildung betragen 6.900 €. Der praxisorientierte Unterricht findet in sechs Präsenzblöcken jeden Monat hauptsächlich freitags und samstags statt. Außerdem unterstützt eine Share-Point-Kommunikation in der Cloud die Teilnehmer beim Selbststudium. Es besteht die Möglichkeit, das Six-Sigma-Training am KIN-Lebensmittelinstitut fortzuführen. Absolventen können sich zudem im Anschluss zum Lean Management Coach qualifizieren. Weitere Informationen online unter www.kin.de.

Foto: KiN-Lebensmittelinstitut

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