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Inflation bereitet Kopfzerbrechen

Ukraine-Konflikt und steigende Preise bereiten auch den Dänen große Sorgen

Nicht nur in Deutschland galoppieren die Preise in schwindelerregende Höhen. Seit Ausbruch des Ukraine-Kriegs schwindet das Vertrauen bei unseren Nachbarn im Norden, den Dänen. Hier wir dort: Es sind insbesondere die Preissteigerungen im Bereich der Nahrungsmittel- und Energieversorgung, die Kopfzerbrechen bereiten.

Quasi im Gleichschritt mit Meldungen zum Kriegsverlauf in der Ukraine erleben die Bürger hüben wie drüben tagtäglich, wie die Preise unter anderem im Lebensmitteleinzelhandel in die Höhe schnellen. Eine jüngst von Norstat im Auftrag desDänischen Fachverbands der Land- & Ernährungswirtschaft durchgeführte Umfrage vermittelt einen aktuellen Einblick, wie sehr das Thema die Dänen beschäftigt und wie es sich auf das Verbraucherverhalten auswirkt.

Per Vesterbæk, Bereichsleiter Analyse & Statistik im Dänischen Fachverband der Land- & Ernährungswirtschaft: „Wir wollten wissen, wie sich die Konsumgewohnheiten durch den Ukraine-Krieg verändert haben. 65 Prozent der Befragten gaben an, dass ihnen der Krieg Sorge bereitet – während die Corona-Pandemie kaum noch eine Rolle spielt.“

70 Prozent der Dänen haben ihr Verhalten geändert

Seit dem russischen Einmarsch in die Ukraine am 24. Februar beherrscht der Krieg die Nachrichten und das Bewusstsein der Menschen. In der Umfrage gaben 70 Prozent der Dänen an, ihre Gewohnheiten seit Kriegsausbruch geändert zu haben. Insbesondere beim Heizen (37 % der Befragten) sowie bei Benzin und Diesel (33 %) wird gespart. 25 Prozent gaben an, bei Nahrungsmitteln mehr nach Sonderangeboten und preisgünstigeren Alternativen gesucht zu haben.

Per Vesterbæk: „Die Analyse zeigt, dass man versucht, die notwendigen Ausgaben zu reduzieren. Insbesondere bei Brennstoff und unseren bevorzugten Nahrungsmitteln steigen die Preise von Tag zu Tag, weshalb wir nach günstigeren Produkten sowie nicht zuletzt Sonderangeboten suchen.“

Sparen ist notgedrungen wieder en vogue

Die dänischen Verbraucher wollen weniger konsumieren und mehr sparen. 68 Prozent gaben an, dass sie damit rechnen, in den kommenden drei bis sechs Monaten weniger Geld für Konsum zur Verfügung zu haben. Gleichzeitig wollen 23 Prozent mehr auf die hohe Kante legen und 20 Prozent stärker auf Weiterverwendung bzw. Wiederverwertung setzen.

Per Vesterbæk: „Mehr Sparsamkeit und Kostenbewusstsein reichen nach Ansicht der Dänen nicht aus – die meisten rechnen damit, künftig weniger Mittel zur Verfügung zu haben.“

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