Rekord-Meisterzahl an Augsburger Fleischerschule: Im Rahmen einer großen Feierstunde erhielten 68 neue Meisterinnen und Meister gestern ihre Meisterbriefe. Aufgrund der enormen Teilnehmerzahl, die so groß war wie in keinem Kurs zuvor in der Geschichte der Augsburger Schule, hatte man sich dazu entschlossen, mit dem 360. und 361. Meisterkurs seit Anfang Januar gleich zwei Kurse parallel abzuhalten.
Verdiente Auszeichnung
„Von Rostock bis an den Alpenrand von Thüringen bis Nordrhein-Westfalen. Die Teilnehmer und Teilnehmerinnen kamen aus dem gesamten Bundesgebiet. Dieser Zuspruch freut uns sehr, denn er zeigt die enorme Bedeutung Augsburgs als Weiterbildungszentrum im deutschen Fleischerhandwerk“, betonte der Schulleiter, Anton Schreistetter. Die Kulisse für die Freisprechung bildete das bis auf den letzten Platz gefüllte Atrium der Handwerkskammer für Schwaben. Zu den ersten Gratulanten gehörte der HWK-Präsident und Metzgermeisterkollege Hans-Peter Rauch. „Es ist Tradition, unsere jungen Kolleginnen und Kollegen gebührend zu feiern. Die Überreichung des Meisterbriefs ist nicht nur ein symbolischer Akt, sondern die verdiente Auszeichnung ihrer besonderen Leistungen. Ich bin jetzt 40 Jahre Metzgermeister und habe diese Entscheidung nicht einen Tag bereut. Genau dieses positive Gefühl wünsche ich ihnen für ihren beruflichen Weg“, so der HWK-Präsident von Schwaben weiter.
Viermal die Note 1

Robert Baur, Vorsitzender des Prüfungsausschusses, sprach die Absolventinnen und Absolventen mit der traditionellen Formel von Gesellen zu Meistern frei. „Sie haben den höchsten Abschluss unseres Berufsstandes erreicht. Es ist beachtlich, was sie in den letzten Monaten geleistet haben. Darauf können sie stolz sein“, betonte er, der außerdem auch den fairen Umgang und das Miteinander in beiden Kursen lobte. Schulleiter Anton Schreistetter ließ in seiner Festrede die vergangenen dreieinhalb Monate noch einmal Revue passieren und hob die besonderen Leistungen seiner nunmehr „ehemaligen“ Schülerinnen und Schüler positiv hervor. So stand in mehreren Zeugnissen gleich vier Mal die Note 1. „Doch auch diese außergewöhnlichen Leistungen sind kein Grund, sich auszuruhen“, sagte der Augsburger Schulleiter. Er verdeutlichte, dass eine fachliche und fundierte Weiterbildung und die Erweiterung des eigenen Wissens und Könnens stets die erste Aufgabe eines Meisters bzw. einer Meisterin sind. „Augsburg sei hierfür immer die erste Anlaufstelle. Sie sind jederzeit herzlich willkommen in ihrer Fleischerschule“, ergänzte er.. Natürlich durfte zum Abschluss des Kurses der Sprung in den im Frühjahr noch immer kalten Augsburger Proviantbach nicht fehlen – eine Tradition seit Generationen. www.fleischerschule.de