Die Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat Martina Englhardt-Kopf besuchte den PHW-Betrieb Donautal Geflügelspezialitäten in Bogen (Bayern). Empfangen wurde sie von Dr. Thomas Janning, Leiter Stabsstelle Politik und Verbände der PHW-Gruppe. Im Fokus dieses Besuchs stand ein Rundgang durch die Produktion mit Schlachtung, Verarbeitung und Verpackung von Hähnchen. Martina Englhardt-Kopf machte sich dabei ein umfassendes Bild von den hohen Standards in den Bereichen Lebensmittelsicherheit, Tierwohl und Verarbeitungsqualität. Im Anschluss an die Betriebsbesichtigung fand ein vertiefendes Gespräch zu den Themen der strategischen Ausrichtung der deutschen Geflügelfleischwirtschaft von der Sicherung heimischer Produktionsstrukturen im europäisch-globalen Kontext über Tierwohl bis hin zur Ernährungssicherheit, Digitalisierung und technologischen Innovationen statt.
„Versorgungssicherheit ist in Zeiten wie diesen wichtiger denn je. Unsere Landwirtinnen und Landwirte sowie die Verarbeiter und Hersteller von Lebensmitteln vor Ort leisten dafür einen unverzichtbaren Beitrag“, sagte Martina Englhardt-Kopf. „Wir setzen uns daher für gute Rahmenbedingungen ein, nicht zuletzt durch den weiteren Abbau unnötiger Bürokratie. Das sichert Arbeitsplätze und Wertschöpfung gerade in ländlichen Räumen und stärkt damit die Verbundenheit der Menschen mit ihrer Heimat. Die PHW-Gruppe leistet zu alldem einen wichtigen Beitrag. Ich bedanke mich für die Einblicke vor Ort in Bogen und den konstruktiven Austausch. Mit den Praktikerinnen und Praktikern fortlaufend im Gespräch zu sein ist für meine Arbeit äußerst wertvoll.”
Regionale Wertschöpfung
„Die Donautal Geflügelspezialitäten stehen exemplarisch für die leistungsstarke, wettbewerbsfähige Geflügelwirtschaft. Wir sind stolz darauf, ein verlässlicher Arbeitgeber und Partner für die süddeutsche Landwirtschaft zusein, der Qualität, Regionalität und wirtschaftliche Stärke miteinander verbindet“, erklärt Dr. Thomas Janning. „Gerade in Zeiten globaler Lieferkettendiskussionen ist regionale Wertschöpfung ein entscheidender Vorteil. Wir brauchen eine solide, eigenständige deutsche Geflügelfleischerzeugung. Aus diesem Grund steht bei uns als Familienunternehmen der Kreislaufgedanke an oberster Stelle.“ Die Marke Wiesenhof steht seit jeher für 100 % Geflügel aus Deutschland. Die Unternehmensgruppe sichert kurze Transportwege durch dezentrale, regionale Organisationsstrukturen.
Kreislaufwirtschaft als Leitgedanke
Die Infrastruktur der PHW-Gruppe, zu der über 45 PHW-Tochterfirmen europaweit zählen, ist vom zentralen Leitgedanken geprägt, in Kreisläufen zu handeln und Synergien zu schaffen. Das Kerngeschäftsfeld ist die Geflügelfleischerzeugung und -verarbeitung. Das Familienunternehmen setzt auf die vertikale Integration, die in diesem Bereich aufgebaut wurde und Ausdruck einer fundierten Kreislaufwirtschaft ist. So wird z.B. das komplette Tier verarbeitet. Die Schlachtnebenprodukte aus den Schlachtereien werden von der Tochterfirma GE-PRO zu Proteinprodukten und Fetten für die Heimtiernahrung veredelt. Am Ende einer holistischen Wertschöpfungskette wird ein komplett neuer Verwertungsprozess gestartet. Regelmäßige Investitionen in regenerative Energiequellen sind fest in den Unternehmensstrukturen verankert. An allen Standorten wurden in den vergangenen Jahrzehnten die Weichen für eine nachhaltige Unternehmensführung gelegt, um eine Kreislaufwirtschaft zu etablieren. Mit der Inbetriebnahme der Biomethangasanlage der Tochterfirma NDEnergie in Bohmte bei Osnabrück im April 2026 wurde ein weiterer wichtiger Meilenstein mit Blick auf die Kreislaufwirtschaft im Kerngeschäftsfeld Geflügel erreicht.