„Mit Blick auf den kritischen Zustand einiger Fischbestände ist sich der Fischfachhandel seiner besonderen Verantwortung bewusst und leistet einen bestmöglichen Beitrag zur Förderung einer nachhaltigen Fischerei", erklärte Peter Koch-Bodes, Vorsitzender des Fachverbandes. „Wir empfehlen unseren Fachhändlern jetzt klar definierte Kriterien, mit denen sie sich auch an ihre Lieferanten wenden können", so Koch-Bodes:
- Der Fischfachhandel unterstützt die Initiative von Fischindustrie und Fischgroßhandel für eine genauere Fanggebietskennzeichnung* auf freiwilliger Basis. Der Fischhandel erwartet von seinen Vorstufen bis Ende 2010 eine entsprechende Kennzeichnung der angelieferten Ware.
- Der Aufbau einer Online-Datenbank** zur Situation von Seefischbeständen wird vom Fischfachhandel aktiv unterstützt und gefördert. Der Fischhandel fordert seine Vorstufen auf, künftig Ware aus Beständen zu liefern, die entsprechend der Datenbank als nachhaltig bewirtschaftet eingestuft werden können.
- Der Fischfachhandel weitet die Nachhaltigkeitszertifizierung seiner Frischfischtheken, z. B. nach den Kriterien vom Marine Stewardship Council, kontinuierlich aus. Voraussetzung für diesen Prozess ist, dass auch die Vorstufen das Vorhaben unterstützen und ihr Angebot an zertifizierter Ware ausweiten.
- Maßnahmen zur Förderung einer nachhaltig betriebenen Aquakultur werden vom Fischfachhandel grundsätzlich unterstützt. Entsprechend baut der Fischhandel seine Sortimente an Biofisch (z. B. Naturland) sowie Fisch aus zertifizierter Aquakultur, beispielsweise nach den Kriterien von Globalgap, weiter aus. Die Vorstufen werden aufgefordert, ihre Liefermöglichkeiten für Ware aus zertifizierten Aquakulturen auszuweiten.