Fleischwirtschaft zeigte sich in der Krise robust

 Bei der Fleischerzeugung insgesamt hat Schweinefleisch mit fast 68 % den höchsten Anteil. Danach folgt Geflügelfleisch mit rund 17 % und Rindfleisch mit gut 15 %. Der Anteil von Schaf-, Ziegen- und Pferdefleisch beträgt zusammen nur 0,3 %. Die seit Jahren steigenden Schlachtzahlen von Schweinen erreichten 2009 einen neuen Höchststand: Mit einem Schlachtaufkommen von 56,2 Mio. Schweinen wurden in Deutschland 1,5 Mio. mehr Tiere geschlachtet als im Vorjahr (+ 2,7 %).

 

Vorläufige Produktionsentwicklung in der Fleischverarbeitung 2009

(Stand: Mai 2010)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

2008

20091)

+/- in %2)

 

 

 

 

Wurstwaren

 

 

 

      Menge in t

1.465.125

1.457.704

-0,5

      Wert in 1.000 €

6.395.910

6.504.674

1,7

      O-Preis in €/kg

4,37

4,46

4,9

 

 

 

 

 

 

 

 

davon Rohwürste

 

 

 

      Menge in t

435.357

429.096

-1,4

      Wert in 1.000 €

2.239.439

2.263.395

1,1

      O-Preis in €/kg

5,14

5,27

2,5

 

 

 

 

 

 

 

 

davon Brühwürste

 

 

 

      Menge in t

854.204

854.431

0,0

      Wert in 1.000 €

3.379.343

3.443.088

1,9

      O-Preis in €/kg

3,96

4,03

5,5

 

 

 

 

 

 

 

 

davon Kochwürste

 

 

 

      Menge in t

175.564

174.177

-0,8

      Wert in 1.000 €

777.128

798.191

2,7

    O-Preis in €/kg

4,43

4,58

3,5

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Quelle: Statistisches Bundesamt

 

 

 

1) vorläufig

 

 

 

2) geringfügige Abweichungen aufgrund eines neuen Güterverzeichnisses für Produktionsstatistiken  

   sind nicht ausgeschlossen  

 

 

 

 

 

 

 

Die erzeugte Menge Schweinefleisch erreichte ein Rekordniveau von fast 5,3 Mio. t. Damit übersteigt das aktuelle Ergebnis die schon hohe Vorjahresmenge um 3,1 % oder  158.000 t. Die durchschnittlichen Schlachtgewichte sind somit deutlich angestiegen. Der langfristige Rückgang der Erzeugung von Rindfleisch setzte sich auch 2009 fort: die Produktion verringerte sich im Vergleich zum Vorjahr um 0,5 %
(- 5.500 t) auf knapp 1,2 Mio. t.

Auch die Fleischwarenindustrie kann mit den zurückliegenden Monaten insgesamt zufrieden sein. Die vorläufigen Zahlen der Produktionsentwicklung zeigen für das zurückliegende  Jahr  einen marginalen Rückgang von 0,5 % auf rund 1.458.000 t  Wurstwaren ohne Schinken nach 1.465.000 t im Vorjahr.

Als größte Produktgruppe blieben Brühwursterzeugnisse mit 854.000 t  im Vergleich zum Vorjahr unverändert, Rohwürste verzeichneten ein Minus von 1,4 % auf  429.096 t (Vorjahr 435.357 t) und auch die Herstellung von Kochwürsten sank um 0,8 % auf 174.177 t  (Vorjahr 175.564 t). 

Der Verbraucher zeigte sich im schwierigen wirtschaftlichen Umfeld verunsichert und sehr preissensibel. Bei leicht rückläufiger Einkaufsmenge im Bereich Fleisch und Fleischerzeugnisse legte deshalb der Marktanteil der Discounter wieder etwas zu. Dies ist auch das Ergebnis eines enormen Wettbewerbs zwischen den einzelnen Unternehmen des Einzelhandels, der dem deutschen Verbraucher im europäischen Vergleich besonders niedrige Preise beschert hat. Angesicht der demografischen Entwicklung in Deutschland wird die Bedeutung neuer Märkte für viele Unternehmen wachsen.

 

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