Europa: Ferkelpreise nach Rekordhoch im Fall

Bonn. (AMI) Trotzdem liegt der Preis damit immer noch etwa 6 Euro oberhalb des Vorjahreswertes. Die jahreszeitliche Entwicklung 2011 entsprach dabei weitgehend dem gewohnten Muster. Auf ein Hoch im Frühjahr folgt ein Rückgang des Preises im Sommer. Verglichen mit 2011 fiel der Anstieg in diesem Jahr allerdings deutlich stärker aus. Gleichzeitig erweist sich auch der Preisrückgang als deutlich ausgeprägter als im Vorjahr. Hier wirken sich auch die hohen Futtermittelpreise und die damit reduzierte Einstallbereitschaft bei den Mästern hemmend aus.
Auch die meisten Mitgliedsstaaten der EU zeigten eine, dem europäischen Mittel vergleichbare Preisentwicklung. Dabei erreichte der größte Ferkelimporteur innerhalb Europas, Deutschland, im April einen Rekordpreis von 62,50 Euro. Seitdem ging der Preis allerdings stetig zurück. Mit Stand 28. Kalenderwoche auf zuletzt 50,30 Euro, was einem Preissturz von etwa 20 % innerhalb von drei Monaten entspricht. Eine kurzfristige Beruhigung des Marktes ist zu diesem Zeitpunkt noch nicht abzusehen. Trotzdem liegt der Preis auch weiterhin deutlich über dem Niveau des Vorjahres.
Neben Deutschland zeigten auch die Niederlande, Polen und Spanien eine ähnliche Preisentwicklung. Einem Höchstpreis im Frühjahr folgten mehr oder weniger starke Preisrückgänge in den letzten Monaten. Deutlich schwächer fiel diese Entwicklung in den Vereinigten Königreichen aus. Der Rückgang der Preise war eher gering, zuletzt wurden erstmals seit Jahresbeginn wieder höhere Preise gezahlt als in der Bundesrepublik.
Vollständig entgegen dem Trend läuft die Preisgestaltung beim europaweit größten Ferkelexporteur Dänemark. Hier gab es zu Beginn des Jahres eine kleine Preisschwäche. Seitdem steigt der Preis weitestgehend konstant an auf zuletzt über 45 Euro Anfang Juli. Dies entspricht einem Anstieg von etwa 11 % seit Jahresbeginn und gleichzeitig einem Preis leicht oberhalb des europäischen Mittels. Im europäischen Vergleich teuer sind darüber hinaus noch die Vereinigten Königreiche und Deutschland, während die Niederländer günstige Ferkel anbieten.
 www.ami-informiert.de
Quelle: EU-Kommission

mth/ Redaktion fleischnet

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