Mannheim. Die Auswirkungen des Hochwassers sind in den betroffenen Gebieten Deutschlands verheerend. Besonders betroffen sind Hoteliers, Gastronomen, Bäcker und Konditoren sowie Fleischereibetriebe. Sie alle sind bei der Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gastgewerbe (BGN) als Träger der gesetzlichen Unfallversicherung versichert. Die Hochwasserkatastrophe bedroht viele Existenzen in den Branchen, die zur BGN gehören. Insbesondere im Gastgewerbe waren die vergangenen Monate besonders hart, Schnee und Regen ließen die Umsätze einbrechen. In Abstimmung mit den Vorsitzenden von Vorstand und Vertreterversammlung hat die Berufsgenossenschaft ein schnelles Handeln ermöglicht: „Wir können den betroffenen Unternehmen eine Beitragsstundung anbieten, zudem werden wir, sofern jemand mit Beiträgen bei uns im Rückstand ist, die Vollstreckung unserer Forderungen aussetzen. Damit leisten wir den uns möglichen Beitrag, um die betroffenen Unternehmen in einer existenzbedrohenden Situation nicht noch finanziell zu belasten", erklärt Klaus Marsch, Hauptgeschäftsführer der BGN. Voraussetzung ist die Vorlage einer Betroffenenbescheinigung der jeweiligen Stadt bzw. Kommune, die bestätigt, dass das Unternehmen vom Hochwasser geschädigt ist.
Sobald das Hochwasser auf dem Rückzug ist, wird mit dem Aufräumen angefangen. Für zahlreiche Betriebe heißt es, möglichst schnell wieder auf die Beine zu kommen. Die Aufsichtspersonen der BGN sind Experten, die in den betroffenen Gebieten auf Wunsch Unternehmer zu den Themen Sicherheit und Gesundheitsschutz beim Wiederaufbau oder bei erforderlichen Sanierungen beraten und weitere Hilfestellungen geben.
Für Unternehmen, die vom Hochwasser betroffen sind und Fragen zu ihren Beiträgen haben, hat die BGN eine Hotline unter Tel. 0621/4456-1581 eingerichtet. Sicherheitstechnische und arbeitsmedizinische Beratung speziell zu Fragen des Wiederaufbaus oder der Sanierung gibt es unter der Hotline 0621/4456-3517.
Eine eigene Hotline für Betriebe der Fleischwirtschaft ist unter Tel. 06131-785-389 geschaltet. www.bgn.de
Foto: Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gastgewerbe
wit/Redaktion FleischNet