LMIV: Größere Etiketten für Fleisch und Wurst

Ab Dezember gilt die Lebensmittelinformations-Verordnung für alle Lebensmittelbetriebe gleichermaßen. Die Anforderungen unterscheiden sich zum Teil gravierend. „Als Herausforderung habe ich zum Beispiel mitgenommen, dass die bisherigen Etiketten zu klein sind“, erklärt Kornelia Nürnberger, Qualitätsmanagerin bei GS Schmitz. „Aber der Kunde soll ja auch die Ware noch sehen können. Jetzt versuchen wir, die geforderten Inhalte und die Größe der Etiketten in Einklang zu bringen.“ Neue Kennzeichnungsregeln gelten insbesondere für Nährwertangaben und Informationen zu Allergenen. Aber auch für die Herkunftskennzeichnung bei Frischfleisch ändert sich einiges: Hier sind nicht mehr nur für Rindfleisch, sondern auch für Schwein, Ziege, Schaf und Geflügel genaue Angaben fällig. „Belastend ist für Hersteller, dass ganz unterschiedliche Vorstellungen von der Bereitstellung der Produktdaten existieren“, sagt Kornelia Nürnberger. Noch fehle ein einheitliches Anforderungsprofil des Handels.

Neue Etikettierung, intensiveres Stammdatenmanagement – die LMIV bringt viel mehr Aufwand, aber auch Positives: „Wir wissen, woher unsere Schweine kommen, und wenn wir das weitergeben können – umso besser“, sagt Kornelia Nürnberger. „Großes Potenzial sehen wir in barcode-gestützten Rückverfolgbarkeitssystemen wie zum Beispiel fTrace. Je transparenter die gesamte Lieferkette wird, desto eher wird der Verbraucher hochwertige Fleisch- und Wurstprodukte erkennen und den Herstellern wieder mehr Vertrauen schenken.“

 

Zahlreiche Unternehmen der Fleischbranche stehen aber noch ganz am Anfang in puncto LMIV-Umsetzung. GS1 Germany sowie die beiden Tochter­unternehmen 1Worldsync und Smart Data One bieten deshalb praxisnahe Soforthilfe. Auf der Website www.lmiv-services.de finden betroffene Unternehmen branchenspezifische Informationen, Tools und Ansprechpartner. Zudem vermittelt das Seminar „LMIV-Basics für die Fleischbranche“ das notwendige Know-how für Einsteiger. Nächster Termin: 13. November 2014, GS1 Germany Knowledge Center, Köln.

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