
Aus diesem Justizgebäude gehen die meisten schlauer heraus, als sie hineingekommen sind. So soll es auch heute sein, begrüßte Norbert Larisch seine Gäste. Das imposante Gebäude kann, was nur wenige wissen, nach den Geschäftszeiten besichtigt werden. Wer die Schwellenangst einmal überwunden hat ist erstaunt, was das touristische Kleinod alles zu bieten hat, so der Geschäftsführer der Staatsanwaltschaft i.R.. Er vermochte es dann die Teilnehmer in seiner trocken-bremischen Art, äußerst kundig und interessiert zu fesseln. Hat er doch selber die Geschichte des Hauses aufgearbeitet und publiziert. Gebäude, Treppenaufgänge und Gerichtssäle wurden ausführlich erklärt. Sehr viel erfuhren die Teilnehmer über die Symboliken und Allegorien, die damalige Handwerker in viele ihrer steingemeißelten, holzgeschnitzten und glasverbleiten Leistungen am und im Gebäude überall eingebracht haben. Larisch unterstützte seine Beschreibungen durch einen Diavortrag und sparte dabei die Geschichte der Kriegseinwirkungen und der Nazi-Gerichtsbarkeit nicht aus. In seinem Dank versichert Joachim Himmelskamp (ABG-Sprecher und 1. Vors. Im Koch-Club Bremen), dass es für alle bereichernd war, die Schwellenangst überwunden zu haben. Künftig würde man das stadtmarkante Gebäude mit völlig anderen Augen betrachten.