Nachwuchsgewinnung, Mindestlohn-Dokumentation, Lebensmittelkontroll-Verordnung und ländlicher Raum waren Themen beim Gespräch der AG Lebensmittelhandwerk in München. Die deutschen Fleischer, Bäcker, Konditoren, Brauer, Speiseishersteller und Müller berichteten im Rahmen der Internationalen Handwerksmesse aus der betrieblichen Praxis, z. B. über Überraschungsbesuche des Zolls oder den Nutzen von Betriebspraktika bei der Nachwuchsgewinnung. DFV-Präsident Heinz-Werner Süss, Sprecher der der Arbeitsgemeinschaft fand klare Worte gegenüber der Politik: „Ich habe den Eindruck, Lebensmittelunternehmer stehen im Moment unter Generalverdacht. Ausnahmslos alle Betriebe müssen wie wild dokumentieren, ganz egal, ob sie sich vorher etwas zu Schulden haben kommen lassen oder nicht. Es ist unverständlich, dass ein kleiner Fleischerbetrieb zur Aufzeichnung der Arbeitszeiten aller seiner Beschäftigten verpflichtet wird, während die meisten anderen Branchen dies nur für ihre Minijobber tun müssen.“ Ähnlich äußerten sich die anderen Vertreter der AG Lebensmittelhandwerk, der Präsident des Deutschen Konditorenbundes, Gerhard Schenk, Vizepräsident Michael Wippler vom Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks und Detlef Projahn, Präsident des Verbandes Private Brauereien Deutschland. Die AG Lebensmittelhandwerk ist der Zusammenschluss der deutschen Lebensmittelhandwerke.