Nach den Krisen der vergangenen Jahre steht die weltweite Landwirtschaft vor einem dynamischen Jahrzehnt: Laut dem am Dienstag, 15. Juni von der UNO und der OECD in Rom veröffentlichten Ernährungsbericht nehmen die Produktion, der Verbrauch und der Handel zu.
Die Sorgen um wieder steigende Preise seien damit nicht behoben, "doch wird das Produktionswachstum wahrscheinlich die Nachfrage erfüllen", heisst es in dem Bericht der UNO-Organisation für Ernährung und Landwirtschaft (FAO) und der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD). "Die Schwellen- und Entwicklungsländer kommen nachhaltig aus der Rezession heraus und werden dann als wesentliche Wachstumsmärkte die Landwirtschaft in diesem und kommenden Jahrzehnten vorantreiben", zitiert die Nachrichtenagentur SDA aus dem Bericht "Agricultural Outlook", der den Bogen bis 2019 schlägt. Produktion und Produktivität müssten jedoch noch weiter ausgebaut werden, um den Hunger zu bekämpfen. Regeln für den fairen Wettbewerb sollten sicherstellen, dass Nahrungsmittel auch in die Regionen gelangten, die nicht genügend davon produzieren könnten.
Nach grossen Sorgen um die Nahrungsmittelsicherheit und eine Milliarde hungernde Menschen sehen die Fachleute von FAO und OECD nun etwas Licht am Ende des Tunnels: "Die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen für die Landwirtschaft sind günstiger als vor einem Jahr."