Franken ist „Bratwurst-Land“. Die Ansbacher Bratwurst ist eine besonders würzige Version und hat im Gegensatz zur kleineren Nürnberger eine ordentliche Größe. Bei der monatlichen Ansbacher Bratwurstführung dreht sich alles um die Geschichte und Tradition der Spezialität – inkl. Verkostung. Diese Führung findet 2017 erstmals am 11. März 2017 statt. Unverzichtbar für die Wurst ist Majoran, das ihr eine besondere Note verleiht. Stadtführer Holger G. Lang berichtet in Ansbacher Tracht Interessantes aus der Geschichte der Delikatesse. Die Wurst blickt auf ein älteres Reinheitsgebot als das bayerische Bier zurück: 1430 wurde die Qualität festgeschrieben. Noch heute achten die Ansbacher Metzger streng darauf sowie auf die vorgeschriebenen Zutaten – die jeweils persönliche Gewürzmischung ist geheim. Die enthaltenen Gewürze lassen sich im Markgrafenmuseum an einer Riechstation nachvollziehen.
Die Ansbacher Bratwurst kennt viele Zubereitungsarten: knusprig in der Pfanne gebraten oder als „Saure Zipfel“ im Weinsud gegart, geräuchert als „Schlotengeli“ oder als „Katzbrot“, bei dem das Gehäck auf das Schwarzbrot gestrichen wird. Drei Varianten werden auf der Führung und beim Essen im Restaurant verkostet.
Weitere Termine: 22. April 2017, 6. Mai 2017, 3. Juni 2017, 8. Juli 2017, 12. August 2017, 9. September 2017, 7. Oktober 2017, 11. November 2017 und 2. Dezember 2017. Treffpunkt ist jeweils um 11.30 Uhr am Carl-Wilhelm-Friedrich-Brunnen (Johann-Sebastian-Bach-Platz, Gumbertuskirche). Die Führung dauert bis ca. 13.15 Uhr. Die Teilnahme kostet pro Person 23,50 Euro (Kinder unter 12 Jahre: 17,50 Euro); im Preis enthalten sind die Führung, ein „Katzbrot“, ein Bratwurst-Präsent, ein Bratwurst-Hauptgericht und ein Getränk. Die Anmeldung mit Angabe des Essenswunsches ist bis drei Tage vor der Führung im Amt für Kultur und Tourismus möglich (Tel.: 0981 51243). Termine für Gruppen ab 10 Personen sind auf Anfrage möglich. www.ansbach.de
Foto: Stadt Ansbach/Alexander Biernoth