Ayhan Busch

Ayhan Busch wurde 90

Ayhan Busch, Mitgründerin und Mitinhaberin der Busch Group, feierte ihren 90. Geburtstag. Die Jubilarin ist noch immer im Unternehmen aktiv, reist zu Manager-Meetings und empfängt Gäste wie kürzlich den Gouverneur des US-Bundesstaates Virginia oder weihte den neuen „Central Park“ auf dem Gelände des Hauptsitzes in Maulburg ein.

Die Unternehmerin wurde am 8. Juni 1934 als Ayhan Gökay in Eskişehir/Türkei geboren und verbrachte ihre Kindheit und Schulzeit im westlich von Ankara gelegenen Ort. Die Nichte des früheren Bürgermeisters von Istanbul, ehemaligen Ministers und türkischen Botschafters in der Schweiz, Fahrettin Kerim Gökay, studierte ab 1955 Zahnmedizin an der Ludwig-Maximilians-Universität in München. Dort lernte sie ihren späteren Mann, den Maschinenbaustudenten Karl Busch, kennen. Gemeinsam mit ihm gründete sie 1963 in Schopfheim die Dr.-Ing. Karl Busch GmbH, die 1972 nach Maulburg übersiedelte. Heute besteht die Busch Group aus den drei starken Marken Busch Vacuum Solutions, Pfeiffer Vacuum und centrotherm clean solutions.

Gespür für Kundenwünsche

Ayhan Busch leitet das weltweit agierende Unternehmen, das sich in den über 60 Jahren seines Bestehens zum zweitgrößten Vakuumlösungsanbieter der Welt entwickelt hat, gemeinsam mit ihrem Ehemann und ihren Kindern Ayla, Sami und Kaya Busch. Die Jubilarin ist eine visionäre Unternehmerin mit sicherem Gespür für die Anforderungen der Zielmärkte und die Wünsche ihrer Kunden. Dank ihrer großen Offenheit und Aufmerksamkeit, mit der sie allen Menschen begegnet, konnten sie und ihr Mann in den Gründungsjahren des Unternehmens persönliche Beziehungen zu den Geschäftspartnern aufbauen und ebneten so den Weg für den Erfolg der Busch Group.

Visionäre Strategin

„Mein Mann war das technische Genie, während ich auf der wirtschaftlichen und strategischen Seite des Unternehmens sehr stark war. Ich war schon immer ein sehr unternehmerischer und marktorientiert denkender Mensch“, erklärt Ayhan Busch. Früh erkannte sie, wie wichtig es ist, ihr Unternehmen international auszurichten. Von Anfang an betrachtete sie die gesamte Welt als Absatzmarkt für ihre Produkte und trieb die Expansion der Busch Group voran. Schon 1981 unterzeichnete Busch als erstes deutsches Industrieunternehmen einen Kooperationsvertrag für die Produktion in China. Ayhan Busch sorgte auch für die Vernetzung der Führungskräfte und diskutierte mit ihnen die optimalen Strategien zur Weiterentwicklung des Unternehmens.

Gleichberechtigte Partnerschaft

Das gemeinsame Unternehmen in vollkommener Egalität mit ihrem Mann zu führen, war für die Jubilarin völlig selbstverständlich, für ihre Generation aber höchst bemerkenswert: „Mein Mann und ich haben das Unternehmen gemeinsam gegründet und aufgebaut – in einer gleichberechtigten Partnerschaft von Anfang an“, erklärt sie. Alle wichtigen Entscheidungen traf das Ehepaar gemeinsam. Dieses Prinzip ist noch heute das Erfolgsrezept, auf dem die Unternehmensführung der Familie Busch auch in der zweiten Generation beruht. „Ich bin unglaublich stolz auf unsere Kinder, die unser Unternehmen mit so viel Intelligenz und Erfolg weiterentwickelt haben. Sie haben großartige Ideen und machen meiner Meinung nach vieles noch besser als wir“, betont die Unternehmerin.

Vielfältig engagiert

Für die gelebte Diversität zwischen den Generationen, Geschlechtern und Kulturen wurde Ayhan Busch gemeinsam mit ihrem Mann und ihren Kindern 2022 die renommierteste Ehrung für Familienunternehmen in Deutschland zuteil, die Auszeichnung „Familienunternehmer des Jahres“. Das Ehepaar Busch, dem 2015 die Ehrenbürgerwürde der Gemeinde Maulburg und 2019 für seine herausragenden unternehmerischen Leistungen die Wirtschaftsmedaille des Landes Baden-Württemberg verliehen worden waren, unterstützt immer wieder regionale Vereine und Menschen in Krisenregionen. Für dieses soziale und kulturelle Engagement wurde es 2022 mit der Ehrenmedaille des Landkreises Lörrach in Gold ausgezeichnet. Im selben Jahr wurde Ayhan Buschs Beitrag zum Erfolg des Unternehmens in einem Artikel des internationalen „Opern Political Economy Networks“ gewürdigt, das sie als bedeutende unternehmerische Persönlichkeit in Europa bezeichnete.

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