Erstmals seit 20 Jahren vermeldete der Deutsche Fleischer-Verband, dass die Anzahl der Ausbildungsverhältnisse gestiegen ist. Ein Lichtblick am Horizont. Die Zahl der Auszubildenden zum Fleischer oder zur Fleischerin stieg um 5,4 Prozent von 2.309 im Jahr 2023 auf 2.434 im Jahr 2024. Die Zahl der Auszubildenden zum Beruf des Fach-Verkäufers oder der Fach-Verkäuferin stieg sogar deutlich um 15,7 Prozent von 2.033 im Jahr 2023 auf 2.352 im Jahr 2024.
Mögliche Gründe
Der Anstieg der Zahl der Auszubildenden beruht vermutlich im Wesentlichen auf zwei Faktoren. Zum einen gelingt es zunehmend junge Menschen aus dem Ausland für eine Ausbildung in Deutschland zu begeistern und zum anderen profitieren aktuell dienstleistungsorientierte Berufe (wie eben zum Beispiel Verkaufsberufe) von der derzeitigen Schwäche der Bau- und Ausbauhandwerke. Insbesondere der erste Faktor macht sich in der Statistik bemerkbar. So befanden sich im Lehrlingsbestand der Verkäufer/innen 2023 insgesamt 574 Personen aus dem Ausland, im Jahr 2024 waren es dagegen bereits insgesamt 1.033 Auszubildende. Bei den Lehrlingen zum Beruf des Fleischers oder der Fleischerin lagen die entsprechenden Werte 2023 bei 313 und 2024 bei 485.
Nach Bundesländern betrachtet, sind die Zuwächse bei den Auszubildenden in beiden Berufen besonders in Bayern und Baden-Württemberg groß. Relativ starke Zuwächse gab es auch im Saarland, in Hessen und in Thüringen.