Mannheim. Er ist ein Wunderwerk der Natur: Stabil und beweglich zu- gleich. Aber in einem Alltag voller Bequemlichkeit und Bewegungsmangel wird er zunehmend anfälliger: Unser Rücken.
Die neue Ausstellung „Back to Balance“ im Alten Straßenbahndepot Jena stellt ihn auf den Prüfstand. Sie erzählt von der Kunst des aufrechten Gangs, von bockigen Bandscheiben und hilfreichen Mitteln, die Wirbelsäule gesund zu erhalten. Die Ausstellung weiht die Besucher ein in die Geheimnisse des menschlichen Bewegungsapparates und führt ihnen das komplexe Zusammenspiel von Wirbeln, Muskeln und Nerven vor Augen. Sie macht klar, warum es oft im Rücken so höllisch weh tut und welche präventiven Maßnahmen man ergreifen kann.
Vom Walwirbel bis zum Schlangen-Skelett, vom Korsett bis zum Workout-Gerät: Gezeigt werden neben historischen Hinguckern und Animationen viele ungewöhnliche Objekte, die dem Rücken die Arbeit erleichtern. Wie man im Büro, als LKW-Fahrer, Fleischer, in der Pflege oder in der Lebensmittelindustrie rückengerecht arbeitet, ist ebenfalls Thema. Videoclips liefern in jeder Ausstellungszone das nötige Hintergrundwissen. Interaktive Bewegungsplattformen wecken den Spieltrieb und die Freude an der Bewegung. Jeder Besucher nimmt Tipps und Kniffe für ein aktives Leben in Beruf und Freizeit mit.
„Back to Balance“ wurde ursprünglich von der Deutschen Arbeitsschutz Ausstellung in Dortmund konzipiert und wird von der Friedrich-Schiller-Universität Jena und der Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gastgewerbe (BGN) mit Unterstützung der Jenaer Nahverkehrs GmbH präsentiert. Universität und Berufsgenossenschaft kooperieren seit Jahren im Kompetenzzentrum für Interdisziplinäre Prävention (KIP), dessen zentrales Thema die Vorbeugung chronischer unspezifischer Rückenschmerzen, an denen 60 bis 70 % des Servicepersonals und der Köche im Verlaufe eines Jahres leiden.