In Vertretung von Ernährungsministerin Michaela Kaniber zeichnete ihr Amtschef Hubert Bittlmayer erstmals die zwölf besten Metzgereien mit dem bayerischen Staatsehrenpreis aus und ehrte zudem Auszubildende zweier Berufsschulen.
Nachdem die finalen Töne zünftig-bayerischer Musik der „Feger Spezies“ erklungen waren, betonte Landesinnungsmeister Konrad Ammon zur Eröffnung der 14. Preisverleihung: „Heute feiern wir das. was unser Handwerk ausmacht: Leidenschaft, Qualität, Verantwortung und Tradition. Der Staatsehrenpreis steht für jahrelanges, konsequentes Arbeiten auf höchstem Niveau. Alle Preisträger und ihre Mitarbeiter sind Aushängeschilder ihrer jeweiligen Region und stehen für Innovationskraft und Teamgeist.“ Er betonte, dass dieser Preis nicht irgendein Preis für eine Vitrine sei, sondern ein Ausdruck einer Spitzenleistung. Er stehe für kontinuierliche Bestleistungen über Jahre hinweg. Als Ehrengäste begrüßte er u.a. Günther Felßner, Präsident des Bayerischen Bauernverbandes, BHT-Präsident Franz Xaver Peteranderl sowie zahlreiche Bürgermeister, Kreistagsverantwortliche und Landräte sowie Mitglieder des bayerischen Landtages.
Zwölf statt zehn

„Metzger und Bäcker sichern die Ernährungs- und Versorgungssituation in unserem Land. Das hat die Corona-Pandemie bewiesen und das gilt heute ebenso noch – und in Zukunft erst recht. Die Betriebe des Ernährungshandwerks stehen für hochwertigen Genuss, Heimatverbundenheit und Lebensfreude“, betonte Hubert Bittlmayer. Danach überreichte er mit Konrad Ammon die Urkunden und Medaillen an die Top-12-Metzgereien 2026. Acht davon erreichten die Höchstpunktzahl (5,0). 2026 sind es zwölf statt zehn Preisträger. Sechs dieser Betriebe mit voller Punktzahl haben ihren Firmensitz in Oberbayern. Um die begehrte Auszeichnung hatten sich 203 Betriebe und sechs Berufsschulen mit 940 Produkten beworben. Die Staatsehrenpreisträger müssen fünf Jahre in Folge Spitzenergebnisse bei der freiwilligen Qualitätsprüfung „Metzger Cup“ des Fleischerverband Bayern. erzielen. Seit 2013 wurden 74 verschiedene Metzgereien und fünf Berufsschulen mit dem Staatsehrenpreis für das bayerische Metzgerhandwerk geehrt.
Die Preisträger 2026

– Metzgerei Breitsameter, Mammendorf (3. Staatsehrenpreis)
– Jutta & Bernhard Delle GbR, Gundelfingen (1. Staatsehrenpreis)
– Metzgerei Anton Haslacher, Langenpreising (2. Staatsehrenpreis)
– Landmetzgerei Huber, Jesenwang (1. Staatsehrenpreis)
– M. Max Fleischereifachgeschäft, Hof (5. Staatsehrenpreis)
– Metzgerei Peter Kraus, Neustadt a.d. Donau (3. Staatsehrenpreis)
– Metzgerei Nießlbeck, Berg bei Neumarkt i.d.OPf. (3. Staatsehrenpreis)
– Metzgerei Stefan Peipp, Schwanstetten (1. Staatsehrenpreis)
– Metzgerei Eduard Pfleger, Kochel am See (1. Staatsehrenpreis)
– Metzgerei Ruf, Seefeld (1. Staatsehrenpreis)
– Metzgerei Herrmann Schömig, Würzburg (4. Staatsehrenpreis)
– Vinzenzmurr GmbH, München (5. Staatsehrenpreis)
Zwei Berufsschulen ausgezeichnet
Neben den zwölf Metzgereien wurden auch 2026 zwei Berufsschulen mit einem Sonderpreis geehrt – erstmals mit einer entsprechenden Medaille. In die Residenz gekommen waren Schüler und Schülerinnen sowie Lehrkräfte aus der Staatl. Berufsschule Ingolstadt (Klasse NMV 12) und der Staatl. Berufschule Kempten (Bild unten, Klasse Fle/Flv 12 BG). Beide fördern den beruflichen Nachwuchs im Metzgerhandwerk vorbildlich und die Auszubildenden überzeugten die Metzger Cup-Jury 2025/2026 mit besonders gelungenen und qualitativen Wurstspezialitäten.
