Fleischerin

Beste angehende Fleischerin

Marina Gandler (20), Auszubildende zur Fleischerin im dritten Lehrjahr der Metzgerei Huber in Oberndorf/Tirol, siegte mit 661,500 Punkten beim Bundeslehrlingswettbewerb der Fleischer in Österreich. Dieser fand in der Berufsschule Hollabrunn statt.

Der 2. Platz ging an Matthias Kollross vom Lehrbetrieb Karl Samböck (655,000 Punkte; Pabneukirchen, Oberösterreich). Dritter wurde Simon Burtscher vom Lehrbetrieb Rainer Schatz (613,333 Punkte; Hohenems, Vorarlberg). Die junge Frau sich in fünf von sechs Disziplinen – außer in der dritten Aufgabe – sowie als erste Tirolerin gegen die männlichen Bewerber durch. Zum dritten Mal ging der Sieg aufgrund herausragender Leistungen an eine Frau.Die Siegerehrung ging im Waggon 31 des Wiener Praters vonstatten.

Top-Leistungen

FleischerinEine Auszubildende zur Fleischerin und sieben männliche Kollegen aus fünf Bundesländern stritten um den Titel. Dabei zeigte die österreichische Fleischerjugend was in ihr steckt. „Auch dieses Jahr haben die großartigen Leistungen wieder bewiesen, dass unsere Lehrlinge Ihre Ausbildung zu nutzen wissen. Mit diesen Nachwuchstalenten sehe ich der Zukunft des Fleischerhandwerks zuversichtlich entgegen“, resümiert Fleischermeister Rudolf Menzl, Innungsmeister der Fleischer Österreichs. „Nicht zuletzt bei den neuen Disziplinen Zubereitung eines Schweinebauchs sowie dem Fingerfood für fünf Personen wurden Spitzenleistungen geboten. Der Fleischer von heute hat die führende Kompetenz in der Veredelung und der Dienstleistung rund ums Fleisch“, ergänzte er.

Die Disziplinen

– Herrichten und Präsentieren von BBQ Spezialitäten
– Legen einer Aufschnittplatte
– Aus den Regionen – Sülzen.
– Herstellen einer Fingerfood-Platte für 5 Personen.
– Ausbeinen einer Rinderkeule
– Herrichten und Präsentieren einer Schweinebrust

FleischerinZwei Monate lang trainierte angehende Fleischerin für den Wettkampf – in der Berufsschule, in der Metzgerei Huber und in ihrer Freizeit. „Meine Kollegen unterstützen mich und unser Juniorchef organisierte zusätzliche Trainingsmöglichkeiten. Da zeigt sich, wie familiär und herzlich ein Familienbetrieb eben ist.“ Und sie ergänzt: „Dass ich gleich bei der ersten Disziplin, dem Ausbeinen, mein Können zeigen konnte, freut mich ganz besonders.“ Auch Juniorchef Josef Huber freute sich: „Sie war sowohl bei den groben Zerlegearbeiten als auch bei den feinen Convenience-Aufgaben einfach überragend“. Der Tiroler Lehrbetrieb setzt auf eine möglichst umfassende Ausbildung.

Die 1.235 gewerblichen Fleischerbetriebe haben im Jahr 2017 3,32 Mrd. Euro Umsatz erzielt. Mit rund 13.300 ArbeitnehmerInnen sind Österreichs Fleischereien ein Garant für den Erhalt von Arbeitsplätzen gerade auch im ländlichen Raum. Mit 316 Lehrlingen ist das Fleischerhandwerk ein wichtiger Ausbilder im Lebensmittelbereich.

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