Strahlend sonniges Herbstwetter, eine begeisternde Schirmherrin, zufriedene Aussteller und ein kauflustiges Publikum – die Organisatoren des 8. Rhöner Wurstmarkts zogen nach zwei Tagen das bisher beste Fazit seit Bestehen der Feinschmeckermesse. Rund 21.000 Besucher strömten am vergangenen Wochenende, 8. und 9. Oktober 2016, durch die bunt geschmückte Marktstraße, etwa 1.000 mehr als 2014. Friedlich-fröhlich feierten alle ein Gourmetfestival mit einzigartigem Flair.
Aus allen Teilen der Republik waren die Liebhaber der Rhöner Wurst- und Schinkenspezialitäten angereist und hatten die Betten in der Rhön gefüllt. Zwei Tage lang schmausten und schlemmten Gäste aus Nah und Fern durch die üppige Vielfalt der kreativen Handwerkskunst. Die 50 einheitlich gestalteten Stände von Metzgern, Bäckern, Brauern, Winzern und Direktvermarktern gaben der Veranstaltung wieder hochwertigen Messecharakter. Zehntausende Geschmacksproben reichten die Aussteller über den Tresen und wohl ebenso viele Würste und Schinken wurden verkauft.
Besonders gefragt war der Rhöner Rotgelegte, der in diesem Jahr zur Prämierung anstand. Die Goldmedaille der Fachjury für den besten Rotgelegten auf dem 8. Rhöner Wurstmarkt errangen die Ostheimer Metzgerei Ortlepp sowie die Metzgerei Unger aus Wetzhausen. Eine Bronzemedaille ging an die Metzgerei Bausewein aus Prichsenstadt. Eine Silbermedaille vergab das strenge Gremium nicht. Das Votum des Publikums am Stand von Slow Food Convivium Hohenlohe Tauber Mainfranken fiel interessanterweise ebenso auf die Metzgerei Unger. Für den Familienbetrieb bedeutete die Anerkennung einen großen Motivationsschub.
„Das Publikum hat die Idee unserer Geschmacksschulung erkannt und vielseitig von den verschiedensten Metzgereien eingekauft“, lobte Anton Koob, Obermeister der Metzgerinnung Rhön-Grabfeld und Mitglied des Organisations-Komitees, beim Pressefazit im Rathaus. Sowohl die Stammaussteller als auch die neuen Kollegen auf dem Wurstmarkt sind dankbar für die Feinschmeckermesse, die eine Lanze für ihr Handwerk und ihren Nachwuchs bricht. Auf reges Interesse stieß die erstmals eingerichtete Wurstschauküche, wo Auszubildende Ausschnitte ihres Aufgabenspektrums präsentierten. Dafür gab es vom reichlich vorhandenen Publikum große Anerkennung. „Wir werden die Wurstschauküche auch 2018 anbieten und versuchen noch mehr junge Leute zu erreichen“, versprach Anton Koob, Obermeister der Metzgerinnung Rhön-Grabfeld.
„Die Stimmung unter den Kollegen war noch nie so gut“, unterstrich Hugo Neugebauer, Präsident der Handwerkskammer Unterfranken und Organisationsmitglied des Rhöner Wurstmarkts. „Das war sicherlich einer der besten Märkte bisher“, betonte er in Übereinstimmung mit seinen Teamkollegen. Michael Geier, Ideengeber des Rhöner Wurstmarkts, zeigte sich erneut vollauf zufrieden vom reibungslosen Ablauf und der umsichtigen Organisation. Aufatmen konnte auch das Stadtoberhaupt als Veranstalter des Großevents. „Der Wurstmarkt ist eine echte Teamleistung. Das macht den Erfolg aus“, lobte Bürgermeister Ulrich Waldsachs.