Berlin. Die Ernährungsindustrie erzielte im August 2010 einen Branchenumsatz von
12,7 Mrd. €. Das entspricht einem nominalen Zuwachs von 4% gegenüber
dem Vorjahresmonat.
Die Ernährungsindustrie ist mit 535.000 Beschäftigten der viertgrößte
Industriezweig in Deutschland und einer der stabilsten Arbeitgeber. Die
Branche hat im Krisenjahr 2009 keine Stellen abgebaut und im Zeitraum
Januar bis August 2010 1,4% mehr Personen beschäftigt als im
Vorjahreszeitraum; das entspricht 7.500 neu geschaffenen Arbeitsplätzen.
Der Beschäftigtenstand lag in der gesamten Industrie in diesem Zeitraum
um 3% unter Vorjahresniveau. Die Ernährungsindustrie leistet damit
einen wichtigen Beitrag für Wohlstand und Beschäftigung in Deutschland.
Das Wachstum wird in der Ernährungsindustrie vor allem vom
Auslandsgeschäft getragen. Im August 2010 exportierte die Branche
Lebensmittel im Wert von 3,6 Mrd. €, das entspricht einem Zuwachs von
14% gegenüber dem Vorjahresmonat. Rund die Hälfte des Exportwachstums
ist auf höhere Ausfuhrpreise zurückzuführen.
Das Exportvolumen betrug im Zeitraum Januar bis August 2010 26,7 Mrd. € (+8,5%).
Im Inland dominiert die hohe Wettbewerbsintensität und der damit
verbundene Preisdruck belastet nach wie vor die Ertragssituation der
Ernährungsindustrie. Die Preise für landwirtschaftliche Erzeugnisse
lagen im August 2010 um 15% über Vorjahresniveau; bei einzelnen
Produktsparten wie Getreide waren Preisanstiege von über 60% binnen 12
Monaten zu verzeichnen. Viele Unternehmen der Ernährungsindustrie sehen
sich veranlasst, mit dem Handel über Preisanpassungen zu verhandeln.