Nach dem Ausbruch der Geflügelpest in einem Mastputenbetrieb in Mecklenburg-Vorpommern werden rund 31.000 betroffene Tiere getötet. „Das ist das erste Glutnest von diesem Virus und das muss schnell ausgetreten werden”, sagte Kreisamtstierarzt Holger Vogel in Anklam der dpa. In dem Bestand in Heinrichswalde war – erstmals in Europa – ein hochpathogenes Influenzavirus vom Subtyp H5N8 festgestellt worden, das bisher nur in Korea in Asien bekannt sei. Die Ausbreitung des sehr aggressiven Virusstammes soll schnellstmöglich gestoppt werden.
Das Landwirtschaftsministerium in Schwerin teilte am Mittwoch mit, dass ein Mastputenbetrieb aufgrund eines bisher nur aus Asien bekannteten Geflügelpest-Typ geschlossen wurde. Ein Sperrbezirk von mindestens drei Kilometern und ein Beobachtungsgebiet von mindestens zehn Kilometern wurden eingerichtet. Geflügel darf im Umkreis von 50 Kilometern nicht mehr draußen gehalten werden.
Die Tiere waren untersucht worden, weil es in dem Betrieb „sehr plötzlich ein schweres Erkrankungsgeschehen verbunden mit hohen Tierverlusten” gegeben habe, erklärte Sprecher Constantin Marquardt. Das Nationale Referenzzentrum für aviäre Influenza beim Friedrich-Loeffler-Institut bestätigte den Befund.
„Der Ausbruch trifft mich mit großer Sorge”, erklärte Mecklenburg-Vorpommerns Landwirtschaftsminister Till Backhaus (SPD). Er rief dazu auf, unklare Krankheits- oder Todesfälle bei Geflügel schnellstmöglich auf Geflügelpest zu überprüfen. Nach derzeitigen Erkenntnissen sei eine Übertragung auf den Menschen bisher nicht festgestellt worden, hieß es.