Gerhard Polt bei den Metzgern

Ein besonderer Gastredner war beim Neujahrsempfang der Metzger-Innung München zu Gast: das bayerische Original Gerhard Polt. Der gebürtige Münchner und Kenner der bayerischen Seele erheiterte die rund 150 geladenen Gäste mit Anekdoten und ermunterte die Metzgerschaft zu etwas mehr Stolz und Selbstbewusstsein. 

Obermeister Andreas Gaßner begrüßte im Hotel Cristal Gäste aus Handwerk, Politik, Bildung und Wirtschaft, die nicht nur wegen des Gastredners gekommen waren, sondern vor allem den kollegialen Austausch dieser traditionellen Veranstaltung schätzen. Zu Gast waren neben vielen Metzgerkollegen/-innen u. a. Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter, der neue Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer für München-Oberbayern Dr. Frank Hüpers, der Ehrenpräsident des Bayerischen Hotel- und Gaststättenverbandes und Wiesnwirt Ludwig „Wiggerl“ Hagn, der Geschäftsführer des Fleischerverband Bayern Lars Bubnick und der stv. Landesinnungsmeister Werner Braun sowie der Münchner Kultpfarrer und letztjährige Gastredner Rainer Maria Schießler.

 

„Humor ist eine Begabung“, betonte Andreas Gaßner zu Beginn seiner Rede und verwies dabei auf den Alltag, der oft eine Extraportion davon erfordert, z. B. hinsichtlich drohender Dieselfahrverbote in Innenstädten, Ökologie-Kriterien bei Fleisch und Lebensmitteln auf dem Oktoberfest oder anderen „spontanen“ Herausforderungen.

 

Gerhard Polt war gerade deshalb schon der ideale Gastredner, der den Abend in der Metzgerschaft sichtlich genoss und darauf verwies, dass in Bayern sicher fast jeder „einen Metzger in der Familie“ habe. Er begeisterte die Anwesenden mit „höchstwahrscheinlich stattgefundenen“ Anekdoten, Erinnerungen und Erfahrungen in der ihm ganz eigenen Art: etwa über abhandengekommene Sauen, die einen Berg samt Anhänger hinunterrollten, da sich die Anhängerkupplung löste, oder mit dem Besuch des „Adi auf dem Oktoberfest“, der mit acht Metzgerfreunden problemlos einen Tisch ergatterte und mit dem „Zwetschgenmanderl“ gehörig Spaß hatte. Er bedauerte, dass das Kleinhandwerk, die Schauplätze von Aromen und Erfahrungen immer mehr verschwindet, ermunterte die Metzger aber dazu nicht aufzugeben. Mit Spezialitäten eines bayerischen Buffets klang der Empfang stilvoll aus. www.metzgerinnung-muenchen.de

 

Fotos: Theimer

 

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