Hoher Besuch

Schwandorf. Einen Schwerpunkt des Besuchs von Bundesministerin Ilse Aigner und der bayerischen Staatsministerin Emilia Müller beim Schwandorfer Fleisch- und Wurstwarenhersteller Wolf bildeten die Themen Lebensmittelsicherheit und Regionalität. Für die Herstellung seiner Bayerischen und Thüringer Spezialitäten setzt das Familienunternehmen auf die Verarbeitung der Rohstoffe von der Zerlegung bis zur Verpackung im eigenen Haus. Inhaber und Geschäftsführer Christian Wolf erklärt dazu: „Indem wir möglichst viele Produktionsschritte selbst übernehmen, garantieren wir ein Höchstmaß an Qualität und Sicherheit bei unseren Produkten. Dazu kommen regelmäßige interne und externe Audits sowie eine lückenlose Dokumentation von der Anlieferung der Rohwaren und Zutaten bis zum fertigen Produkt.” Auch für Ilse Aigner war das Thema Lebensmittelsicherheit von besonderer Bedeutung. Sie verwies auf die geplante Datenbank, die als Frühwarnsystem Betrugspotenzial bei Rohstoffen erkennen soll.

Einigkeit bestand in der Runde darüber, dass Regionalität schwer zu definieren ist. „Für uns wäre es ideal, wenn wir unseren wichtigsten Rohstoff Fleisch komplett aus der Region beziehen könnten”, meint Christian Wolf. „Wir würden etwa für unsere Bayerischen Spezialitäten gerne Fleisch aus dem Qualitäts- und Herkunftssicherungsprogramm ‚Geprüfte Qualität – Bayern‘ verarbeiten. Doch sind die Mengen leider nicht in dem Maße verfügbar, wie wir sie als einer der führenden Wursthersteller in Deutschland benötigen.” Bundesministerin Ilse Aigner setzt hier auf ein Modellprojekt mit ausführlichen Erklärungen zur Herkunft eines Produkts über sogenannte Regionalfenster. Sie beinhalten ausschließlich Aussagen zur Herkunft der eingesetzten landwirtschaftlichen Zutaten sowie zum Ort der Verarbeitung. Wer die Kennzeichnung verwendet, muss garantieren, dass vor allem die Haupt-zutat zu 100 % aus der klar definierten Region kommt. www.wolf-wurst.de

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